Bitcoin (BTC) steckt in einer Spanne von 60.000–70.000 USD fest, mit 8,4 Millionen Coins im Minus, Langzeitinhabern, die täglich 200 Mio. USD an Verlusten realisieren, und keinem klaren Katalysator in Sicht.
Glassnode-Bericht: Angebotsüberhang belastet BTC
Glassnode-Analysten Chris Beamish, CryptoVizArt und Antoine Colpaert veröffentlichten ihre Ergebnisse am 1. April. Der Bericht identifiziert einen dichten Angebotscluster zwischen 80.000 und 126.000 USD – Coins, die nahe der Zyklushochs gekauft wurden und nun deutlich im Minus liegen.
Die Autoren ziehen eine direkte Parallele zu Q2 2022. Damals mussten rund 3 Millionen BTC den Besitzer wechseln, bevor Bitcoin seine Zyklus-Mittellinie zurückerobern konnte.
Der gleiche Umverteilungsprozess scheint sich jetzt zu wiederholen, mit etwa 8,4 Millionen Coins, die auf 30-Tage-Durchschnittsbasis im Verlust liegen.
Langfristige Halter – jene, die vor mehr als sechs Monaten gekauft haben – verkaufen seit November 2025 mit Verlusten von rund 200 Mio. USD pro Tag. Der Bericht identifiziert eine Abkühlung auf unter 25 Mio. USD pro Tag als zentrale Schwelle, bevor eine tragfähige Bodenbildung möglich wird.
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Coinbase-Nachfrage, Marathon-Verkäufe verändern Marktstruktur
Die Spot-Nachfrage zeigt erste Erholungsanzeichen. Die Coinbase Spot Volume Delta – ein Maß für Nettokäufe gegenüber Nettoverkäufen an der Börse – ist nach monatelang negativen Werten im Januar und Februar wieder leicht positiv geworden.
Der Bericht warnt jedoch, dass der Anstieg bislang nur moderat ist. Historisch haben nachhaltige Erholungen einen anhaltend positiven Spot-Zufluss erfordert, nicht nur kurze Kaufimpulse.
Auf Unternehmensseite ist das Bild weniger einheitlich. Marathon hat rund 15.000 BTC verkauft und ist damit eines der sichtbarsten Beispiele für eine Unternehmens-Treasury, die ihr Engagement reduziert.
Strategy bleibt der einzige konsistente Käufer im großen Stil, doch der Bericht merkt an, dass die Abhängigkeit von einem einzigen Akteur das Unternehmens-Bid zu einer schwächeren strukturellen Unterstützung macht als früher im Zyklus.
Optionen und Volatilität deuten auf fragiles Setup hin
Die Derivatemärkte erzählen eine ähnlich vorsichtige Geschichte. Die Perpetual Market Directional Premium – ein Indikator für long-lastige Hebelpositionen in Futures – ist fast auf null zusammengeschnurrt, was signalisiert, dass spekulative Positionierungen weitgehend abgebaut wurden.
Die implizite Volatilität ist über alle Laufzeiten hinweg gefallen, mit einer einwöchigen At-the-Money-IV von 51 % und einer Dreimonats-IV von 49 %. Diese Kompression spiegelt eine geringere Nachfrage nach Options-Exposure in naher Zukunft wider.
Allerdings hebt der Bericht eine Sorge hervor: Die realisierte Volatilität liegt auf Einwochenbasis bei 38 %, was eine Differenz von 11 Punkten zwischen impliziter und realisierter Volatilität lässt, die seit über drei Wochen anhält.
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