Bitget hat ein Verwahrnetzwerk gestartet, das es institutionellen Anlegern ermöglicht, auf der Börse zu handeln, während externe Dienstleister wie Copper und Fireblocks die Krypto-Bestände weiter in Obhut halten.
Verwahrpartner von Bitget
Die Börse hat das „Bitget Open Custody Network“ in einem Blogbeitrag am Donnerstag vorgestellt. Berechtigte Kunden können sich für Spot-, Spot-Margin- und Futures-Handel registrieren. Fünf Verwahrer sind bereits live. Neben Copper und Fireblocks zählen dazu Cactus Custody, Bitfire und OSL. Die Schweizer Bank Sygnum hat den Onboarding-Prozess im Rahmen eines Pfand- und Kreditmodells abgeschlossen.
Beim außerbörslichen Settlement, das für die aktiven Anbindungen genutzt wird, verbleiben die Vermögenswerte beim Verwahrer. Bitget räumt den Kunden auf dieser Basis ein Handelslimit ein und verrechnet Gewinne und Verluste nach definierten Regeln. Alle sechs Partner unterstützen Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Tether (USDT) und USD Coin (USDC).
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Institutionelle Kryptonachfrage
Bitget verweist auf eine Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 institutionellen Anlegern: 46 % nannten eine verbesserte institutionelle Infrastruktur als zentralen Treiber für höhere Krypto-Allokationen. Gleichzeitig betont die Börse, dass das neue Modell die Risiken in den Bereichen Handel, Markt, Verwahrung und Abwicklung nicht eliminiert. Auch die Konditionen unterscheiden sich: So kann die von Fireblocks eingeräumte Kreditlinie unter eine 1:1-Besicherung fallen, während OSL Positionen erst ausgleicht, wenn Verluste 15 % der verwahrten Vermögenswerte erreichen.
Copper hatte seinen ClearLoop-Dienst bereits 2020 gestartet und berichtet von deutlich schnellerem Kundenzuwachs nach den Hacks des Jahres 2022 und dem Kollaps von FTX. Als Bybit im Februar 2025 rund 1,4 Milliarden US-Dollar aus einer Hot-Wallet verlor, blieben Gelder in den Off-Exchange-Tresoren von Fireblocks nach einer Branchenanalyse unangetastet.
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