BlackRock hat fast 100 Mio. $ in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) zu Coinbase verschoben. On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass es sich eher um ein routinemäßiges ETF-bezogenes Rebalancing handelt als um ein Zeichen institutioneller Panik, auch wenn die Transfers mit neuen Abflüssen aus den Spot-Krypto-ETFs des Unternehmens zusammenfielen und kurzfristigen Druck auf einen ohnehin fragilen Markt ausübten.
BlackRock managt Abflüsse
BlackRock zahlte 930 BTC im Wert von 65,48 Mio. $ und 12.687 ETH im Wert von 27,75 Mio. $ bei Coinbase ein.
Die Transfers entsprechen typischen ETF-Abläufen, bei denen Vermögenswerte routinemäßig zwischen Cold Storage und Börsen verschoben werden, um Zuflüsse, Abflüsse und Portfolio-Rebalancing zu steuern.
Am 18. März verzeichnete BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF (IBIT) Abflüsse in Höhe von 33,9 Mio. $ und beendete damit eine siebentägige Serie von Zuflüssen. Der Ethereum-ETF (ETHA) verzeichnete am selben Tag geringere Abflüsse von 1,3 Mio. $.
Diese Abhebungen erklären vermutlich die Einzahlungen bei Coinbase – das Unternehmen musste Bestände liquidieren, um Rückgaben von Anlegern zu bedienen. Ein ähnliches Muster zeigte sich im Dezember 2025, als BlackRock unter vergleichbaren Bedingungen mehr als 125 Mio. $ in Bitcoin an Coinbase schickte.
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Ist das bullisch oder bärisch?
Eine einzelne Transaktion ist für sich genommen kein Warnsignal, doch wiederholte große Einzahlungen in Kombination mit anhaltenden ETF-Abflüssen und fallenden Kursen bei hohem Volumen würden auf echten institutionellen Verkaufsdruck hindeuten. Wenn große Mengen Krypto auf Börsen wie Coinbase Prime landen, kann allein die Möglichkeit einer Liquidation auf die Kurse drücken – insbesondere wenn die Stimmung laut dem Alternative Fear & Greed Index bereits im Bereich „Extreme Fear“ liegt.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag Bitcoin etwa 4 % im Minus, mit noch stärkeren Verlusten bei Ethereum. Das MVRV-Verhältnis zeigte einen Markt, der feststeckt: Die Kurse steigen kurz, Trader nehmen Gewinne mit, und die Kurse fallen wieder. RSI-Werte bei Ethereum deuteten darauf hin, dass kleine Rallyes nicht halten konnten, was teilweise auf gehebelte Positionen zurückzuführen ist, die die Volatilität verstärken.
Anstatt zu spekulieren, ob BlackRock bullisch oder bärisch ist, ist die Richtung der ETF-Flows das aussagekräftigere Signal. Halten die Rückgaben an, dürfte der Verkaufsdruck anhalten; kehrt Nachfrage zurück, stützt dies die Rebalancing-Erzählung.
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