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Buterin sagt, dass 80 % der ETH-Proving-Kosten von zwei behebbaren Engpässen stammen

Buterin sagt, dass 80 % der ETH-Proving-Kosten von zwei behebbaren Engpässen stammen

Ethereum (ETH)‑Mitgründer Vitalik Buterin fordert eine grundlegende Überarbeitung der Kernarchitektur des Netzwerks. Seiner Ansicht nach stammen mehr als 80 % der Proving-Kosten aus zwei tief liegenden Komponenten – dem Zustandbaum (State Tree) und der virtuellen Maschine –, die neu entworfen werden müssen, wenn das Protokoll über Zero‑Knowledge‑Technologie skalieren soll.

Was passiert ist: Überarbeitung der Kernarchitektur

Im Zentrum von Buterins Vorschlag steht EIP‑7864, das den derzeitigen hexären Merkle‑Patricia‑Baum von Ethereum durch ein einfacheres binäres Baumdesign ersetzen würde. Die Änderung würde Merkle‑Proofs etwa viermal kürzer machen als in der bestehenden Struktur, die für die Verifikation benötigte Bandbreite senken und das Betreiben von Leichtgewichts‑Clients deutlich günstiger machen.

„Heute konzentriere ich mich auf zwei große Dinge: Änderungen am State Tree und Änderungen an der VM“, schrieb Buterin und nannte sie „die großen Engpässe, die wir angehen müssen, wenn wir effizientes Proving wollen.“

Der neue binäre Baum würde außerdem Speicherslots in Seiten gruppieren, sodass dezentrale Anwendungen, die verwandte Daten laden, dies effizienter tun können – was in manchen Fällen potenziell mehr als 10.000 Gas pro Transaktion sparen könnte.

Über den Zustandbaum hinaus skizzierte Buterin eine längerfristige Vision, die Ethereum Virtual Machine vollständig zugunsten einer RISC‑V‑basierten Architektur abzulösen. Er beschrieb eine phasenweise Einführung: Zunächst würde RISC‑V Precompiles antreiben, danach benutzerbereitgestellte Smart Contracts unterstützen und schließlich die EVM selbst als Kompatibilitätsschicht aufnehmen. Kurzfristig schlug er ein „vektorisiertes Mathe‑Precompile“ vor – das er als „GPU für die EVM“ bezeichnete –, um kryptografische Operationen zu beschleunigen.

Nicht alle sind jedoch der Meinung, dass das Netzwerk weitere tiefgreifende Änderungen benötigt. Der Analyst DBCrypto kritisierte, was er als zunehmende Abstraktion im Ethereum‑Fahrplan bezeichnete, und argumentierte, dass jede zusätzliche Schicht die Komplexität erhöhe, neue Vertrauensannahmen einführe und potenzielle Angriffsflächen schaffe.

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Warum es wichtig ist: Skalierung von innen heraus

Der Vorschlag markiert einen Wandel darin, wie die Ethereum‑Führung das Skalierungsproblem betrachtet. Anstatt den Fokus auf Layer‑2‑Rollups und Blob‑Kapazität zu legen, argumentiert Buterin, dass die nächste Phase der Skalierung tief im Protokoll selbst stattfinden muss – auf der Ebene, wie das Netzwerk Daten speichert und verarbeitet. Wenn der Zustandbaum und die virtuelle Maschine prover‑freundlich gestaltet werden können, könnten Zero‑Knowledge‑Anwendungen direkt mit der Basisschicht von Ethereum integriert werden, statt parallele Systeme aufzubauen.

Die Debatte dreht sich nun darum, ob eine derart grundlegende Überarbeitung die zusätzliche Komplexität wert ist, die sie mit sich bringt.

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