Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) steuern laut CoinGlass-Daten darauf zu, das Q1 2026 mit ihren dritt-schlechtesten Erstquartals-Ergebnissen überhaupt zu schließen – mit einem Minus von 23,21 % bei Bitcoin und 32,17 % bei Ether, beide deutlich unter ihren langfristigen historischen Durchschnittswerten.
Die Verluste krönen ein drei Monate langes Umfeld, das von anhaltendem makroökonomischem Gegenwind, dem Abbau gehebelter Positionen und einem geopolitischen Schock am Wochenende geprägt war, der Bitcoin kurzzeitig unter 64.000 US‑Dollar drückte.
Bitcoin eröffnete 2026 bei knapp 87.700 US‑Dollar und hat seitdem rund 20.000 US‑Dollar eingebüßt. Das Quartalsminus wird nur von dem Einbruch um 49,7 % im Q1 2018 und dem Rückgang um 37,42 % im Q1 2014 übertroffen – beides Phasen bestätigter Bärenmarktbedingungen.
Das aktuelle Ergebnis liegt deutlich unter Bitcoins historischem durchschnittlichen Q1‑Ertrag von +45,9 %, wobei diese Kennzahl stark von Ausreißerjahren verzerrt wird: Q1 2013 erzielte +539,9 %, und Q1 2021 postete +103,2 %. Der historische Median für Q1 liegt wesentlich bescheidener bei -2,26 %.
Ethers deutlich stärkerer Rückgang
Ethers Quartalsrückgang um 32,17 % ist sein dritt-schlechtestes Q1 seit 2016 und wird nur von den Drawdowns während des Bärenmarkts 2018 und des Zins-Schockjahres 2022 übertroffen.
Der Verlust steht einem historischen durchschnittlichen Q1‑Ertrag von +66,45 % und einer Medianrendite von lediglich +4,37 % gegenüber – eine Divergenz, die verdeutlicht, wie stark Extremjahre den Durchschnitt nach oben oder unten ziehen.
Ethers höhere Beta im Vergleich zu Bitcoin bedeutet, dass es in Risiko‑Off‑Phasen sowohl Aufwärts‑ als auch Abwärtsbewegungen verstärkt – ein Muster, das sich in diesem Quartal erneut bestätigt hat.
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Was das Quartal bestimmt hat
Die Verluste summierten sich im Januar und Februar schrittweise, bevor die US‑israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag den stärksten Tagesrückgang auslösten – rund 6,5 % bei Bitcoin und 9 % bei Ether – innerhalb weniger Stunden nach den ersten Schlagzeilen.
Bitcoin verzeichnete zu Beginn dieses Monats erstmals in seiner Geschichte zwei rote Monate in Folge im Januar und Februar.
Daten von CryptoQuant zeigten, dass das Open Interest der CME‑Bitcoin‑Futures im Verlauf des Quartals um 47 % gegenüber dem Hoch von 2025 sank, was eher auf einen anhaltenden Deleveraging‑Prozess als auf ein einzelnes Liquidationsereignis hindeutet.
Die teilweise Erholung am Sonntag – Bitcoin wieder über 66.800 US‑Dollar, Ether zurück über 1.994 US‑Dollar – verringert zwar die endgültigen Quartalsverluste, ändert aber nichts an der historischen Einordnung, da Q1 heute endet.
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