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Buterin skizziert DeFi-Kriterien der Ethereum Foundation, warnt vor Orakel-Risiken und „Gambleslop“-Protokollen

Buterin skizziert DeFi-Kriterien der Ethereum Foundation, warnt vor Orakel-Risiken und „Gambleslop“-Protokollen

Vitalik Buterin veröffentlichte einen ausführlichen Beitrag, in dem er die spezifischen Bedingungen der Ethereum (ETH) Foundation für die Unterstützung von DeFi-Projekten darlegt und das, was er „Gambleslop“ nennt, zugunsten von permissionless, datenschutzwahrender und quelloffener Finanzinfrastruktur ablehnt.

Der Beitrag zieht eine klare Trennlinie zwischen DeFi, das die EF aktiv unterstützen wird, und On-Chain-Finanzanwendungen, die sie nicht unterstützen wird.

Die Stellungnahme ist bemerkenswert, weil sie Orakel-Sicherheit ausdrücklich als ungelöstes systemisches Risiko benennt und mit dem „Walkaway-Test“ eine konkrete Eintrittshürde für förderfähige Protokolle definiert.

Die Kriterien der EF

Buterin schrieb, dass die Foundation „kein Interesse daran hat, 'Onchain-Finance' oder sogar 'DeFi' wahllos zu unterstützen“. Die Kriterien für eine Förderung sind konkret: permissionless Zugang, Open-Source-Code, Datenschutz-by-Design, minimale zentrale Engpässe und keine unnötigen vertrauenswürdigen Drittparteien.

Protokolle müssen außerdem den Walkaway-Test bestehen – definiert als die Fähigkeit, weiterhin zuverlässig zu funktionieren, selbst wenn das ursprüngliche Entwicklerteam verschwindet oder kompromittiert wird.

Dieser Test, den Buterin bereits zuvor auf Ethereums eigenes Protokoll angewendet hat, erstreckt sich nun ausdrücklich auch auf DeFi-Anwendungen.

Orakel-Sicherheit als Priorität

Buterin nannte Orakel-Sicherheit und Dezentralisierung als Bereiche, die sofortige und anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, und schrieb, dass es hier „eine Menge Leichen im Keller“ gebe.

Er forderte das Ökosystem dazu auf, seine Anstrengungen gezielt auf Orakel-Infrastruktur zu richten und beschrieb sie als bekannte systemische Schwachstelle, die bislang nicht ausreichend geprüft worden sei.

Orakel-Schwachstellen sind ein persistenter Angriffsvektor in DeFi; Orakel-Manipulationen haben seit 2020 in Summe zu Verlusten in Höhe von Hunderten Millionen geführt.

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Was die EF unterstützen wird – und was nicht

Buterin zog eine Grenze zwischen grundlegender Innovation – er nannte AMMs als Beispiel für wirklich neue Finanzparadigmen – und inkrementellen oder extraktiven Produkten.

Er beschrieb „dopaminmaximierendes Gambleslop“ ausdrücklich als Kategorie, an deren Unterstützung die Foundation kein Interesse habe.

Auf der konstruktiven Seite nannte er datenschutzwahrende CDPs, KI-gestützte formale Verifikation, Security-Agents auf Wallet-Ebene sowie Verbesserungen bei DeFi-Lizenzierung und Forkability als vorrangige Bereiche.

Er räumte ein, dass Ethereums permissionless Charakter bedeutet, dass jeder unsichere oder von Zentralisierung abhängige Protokolle deployen kann – die Haltung der EF betrifft lediglich, welche Projekte sie aktiv unterstützen wird, nicht, was grundsätzlich gebaut werden darf.

Der Beitrag fügt sich in ein größeres Muster von Buterins öffentlichen Äußerungen Anfang 2026, die konsequent betonen, jene Selbstsouveränität und Datenschutz-Eigenschaften wiederherzustellen, von denen er sagt, dass sie in den skalierungsfokussierten Jahren von Ethereum erodiert seien.

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