Die Market Participants Division und die Division of Clearing and Risk der CFTC veröffentlichten am Freitag ein FAQ mit 11 Fragen, in dem dargelegt wird, wie Futures-Kommissionshändler (FCMs) und Clearinghäuser Kryptowährungen als Sicherheiten in den US-Derivatemärkten verwenden dürfen – und damit praktische Lücken schließen, die durch zwei im Dezember 2025 herausgegebene Staff Letters offen geblieben waren.
Das document ist keine verbindliche Regel, bietet regulierten Unternehmen jedoch den bislang klarsten Rahmen dafür, Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Payment-Stablecoins in Margin- und Sicherheitenstrukturen zu integrieren.
Die Leitlinien bauen auf Staff Letter 26-05 auf, der aus einem Antrag von Coinbase Financial Markets in Zusammenarbeit mit dem Clearinghaus Nodal Clear hervorging, USDC als Futures-Sicherheit zu nutzen.
Außerdem wird der Kapitalabschlagsrahmen der CFTC an die im Februar 2026 veröffentlichte SEC‑Leitlinie zu Broker-Dealer-Haircuts angeglichen – ein bewusstes Signal für die Koordinierung zwischen den Behörden.
Kapitalabschläge und was FCMs tun dürfen
FCMs, die Eigengeschäfte in Bitcoin oder Ether halten, müssen einen Mindestkapitalabschlag von 20 % anwenden; Payment-Stablecoins unterliegen einem Abschlag von 2 %.
FCMs dürfen von Kunden gestellte, nicht wertpapierähnliche Krypto-Assets – nach Anwendung dieser Haircuts – zur Deckung von Soll- oder Defizitsalden in Futures- und geclearten Swapkonten verwenden. Sie dürfen zudem eigene Payment-Stablecoins als Residual Interest auf segregierten Kundenkonten hinterlegen.
Allerdings dürfen FCMs Bitcoin, Ether oder andere nicht-stablecoin Krypto-Assets nicht als Residual Interest auf diesen Konten hinterlegen.
Kundengelder dürfen nicht in Stablecoins invested werden – die bestehende Liste zulässiger Anlagen nach Commission Regulation 1.25 bleibt unverändert.
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Ungesicherte Swaps und Clearinghäuser
Krypto-Assets, einschließlich Stablecoins, sind als Margin für unbesicherte (uncleared) Swaps nicht zulässig.
Die einzige Ausnahme betrifft tokenisierte Formen von Vermögenswerten, die bereits auf der Liste zulässiger Sicherheiten stehen, sofern sie identische rechtliche und wirtschaftliche Rechte wie ihre originären Pendants aufweisen.
Derivatives Clearing Organizations dürfen hingegen Krypto als Initial Margin für geclearte Transaktionen akzeptieren, vorbehaltlich ihrer eigenen Prozesse zur Festlegung von Haircuts und monatlicher Stresstests.
Onboarding-Prozess
FCMs müssen über das WinJammer-System der CFTC eine Mitteilung einreichen, bevor sie sich auf das No-Action Letter stützen.
Während eines anfänglichen Zeitraums von drei Monaten dürfen sie nur Bitcoin, Ether und Payment-Stablecoins akzeptieren, müssen bedeutende Cybersicherheitsvorfälle unverzüglich melden und wöchentliche Berichte über ihre Krypto-Bestände einreichen.
Nach Ablauf der drei Monate entfallen diese Beschränkungen, sodass eine Ausweitung auf andere zulässige Krypto-Assets möglich wird.
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