Coldcard hat seine Nutzer aufgefordert, ihre Bitcoin (BTC) umgehend in neu erzeugte Wallets zu transferieren. Hintergrund sind anhaltende Angriffe, bei denen laut Schätzungen bereits mehr als 100 Millionen US‑Dollar verloren gingen – einzelne Einschätzungen sehen das potenzielle Gesamtexposure nahe 130 Millionen US‑Dollar.
Wichtigste Punkte:
- Coldcard warnt, die Bedrohung sei weiterhin aktiv, und ruft dazu auf, Geräte zu aktualisieren, neue Seeds zu generieren und Gelder mit äußerster Sorgfalt zu bewegen.
- Galaxy Research schätzt die bestätigten Verluste auf über 100 Millionen US‑Dollar, während andere Berichte ein mögliches Gesamtvolumen von rund 130 Millionen US‑Dollar nennen.
- Joe Consorti betont, dass die öffentliche Nachverfolgbarkeit auf der Blockchain es dem Angreifer erschweren dürfte, große Teile der Beute auszugeben.
Coldcard warnt vor Migration
Coldcard veröffentlichte die Warnung am 4. August auf X in einem Beitrag und forderte Kunden auf, die jeweils gerätespezifischen Hinweise zu befolgen und die Lage als „dringend“ einzustufen. „Bitte behandeln Sie dies als dringend. Migrieren Sie Ihre Gelder“, erklärte das Unternehmen und ergänzte, „die Bedrohung ist weiterhin aktiv“.
Der Alarm folgte auf mehrere Angriffswellen seit Ende Juli. Nutzer meldeten zunächst verschwundene Guthaben, anschließend räumte Coinkite eine kritische Schwachstelle im Code der Wallet ein. Ein reines Firmware‑Update reicht nach Unternehmensangaben nicht aus.
Coldcard empfiehlt, die aktuelle Software zu installieren, einen komplett neuen Seed zu erzeugen und die Bestände Schritt für Schritt sehr sorgfältig zu übertragen. Zudem werden Kunden gebeten, andere Nutzer zu informieren, die die Warnung möglicherweise nicht mitbekommen. Entscheidend: Es muss zwingend ein frischer Seed erstellt werden.
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Auswirkungen des Bitcoin-Diebstahls
Galaxy Research zufolge haben sich die bestätigten Diebstähle bereits auf über 100 Millionen US‑Dollar summiert. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass der Gesamtschaden auf rund 130 Millionen US‑Dollar steigen könnte, sobald Ermittler weitere verdächtige Transaktionen ausgewertet haben. Zusätzliche Verluste sind möglich; die endgültige Schadenshöhe ist offen.
Consorti verweist darauf, dass der Täter vermutlich große Schwierigkeiten haben wird, einen Großteil der entwendeten Bitcoin auszugeben, da Analysten die Coins über die öffentliche Blockchain hinweg nachverfolgen. Die Transparenz hilft zwar bei der Analyse, bringt die Gelder aber nicht automatisch zurück.
Die Coldcard‑Krise nahm Ende Juli ihren Anfang, als Nutzer meldeten, dass sich Gelder von ihren Hardware‑Wallets ohne ihr Zutun verflüchtigt hatten – noch bevor das Team die Sicherheitslücke öffentlich bestätigte.
In den folgenden Tagen stiegen die Schätzungen von einigen Millionen auf mehr als 100 Millionen US‑Dollar an. Wiederholte Warnungen machten deutlich, dass das Risiko bislang nicht vollständig eingedämmt ist.
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