Der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao forderte die Kryptoindustrie auf, quantenresistente Algorithmen zu übernehmen, nachdem ein Google-Whitepaper gewarnt hatte, dass 6,9 Millionen Bitcoin (BTC) einer wachsenden Gefahr durch Quantencomputing-Angriffe ausgesetzt sind, die möglicherweise weit weniger Ressourcen erfordern als bisher angenommen.
CZs Aufruf zum Quanten-Upgrade
Googles Quantum-AI-Team veröffentlichte das Papier am 30. März und kam zu dem Schluss, dass das Knacken der Kryptografie hinter Bitcoin und Ethereum (ETH) weniger als 500.000 physische Qubits erfordern könnte. Frühere Schätzungen lagen im Millionenbereich.
Die Forschung beschrieb außerdem ein Szenario, in dem ein Quantencomputer aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel in etwa neun Minuten einen privaten Schlüssel ableiten könnte – schnell genug, um das 10‑Minuten‑Bestätigungsfenster von Bitcoin in rund 41 % der Fälle zu schlagen.
Zhao reagierte auf X mit einer klaren Botschaft: „Alles, was Krypto tun muss, ist ein Upgrade auf quantenresistente (Post‑Quantum) Algorithmen. Also kein Grund zur Panik.“
Er fügte jedoch die Warnung hinzu, dass die Durchführung einer solchen Migration über dezentrale Netzwerke hinweg schwierig wäre.
Koordinationsprobleme, Uneinigkeit darüber, welche Algorithmen übernommen werden sollen, und mögliche Forks seien wahrscheinlich, sagte er. Manche Projekte würden möglicherweise nie migrieren. Zhao schlug vor, dass scheiternde oder inaktive Projekte besser verschwinden sollten, als zu leichten Zielen zu werden.
Er wies auch auf kurzfristige Risiken hin, die mit jeder groß angelegten kryptografischen Umstellung verbunden sind.
Neuer Code kann Schwachstellen einführen, und Nutzer, die ihre Coins selbst verwahren, müssen ihre Gelder in aktualisierte Wallets verschieben.
Bezüglich der Satoshi-Coins (Google behauptet, auch sie seien bedroht) schlug Zhao vor, dass diese Adressen, falls sie lange genug inaktiv bleiben, gesperrt oder effektiv verbrannt werden sollten, um sie künftigen Angreifern zu entziehen.
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Quantenabwehr bei Ethereum und Bitcoin
Die Branche hat bereits damit begonnen, sich vorzubereiten. Die Ethereum Foundation startete am 25. März ein eigenes Post‑Quantum‑Security‑Hub, das auf acht Jahren Forschung aufbaut.
Auf der Bitcoin-Seite veröffentlichte BTQ Technologies am 20. März Bitcoin Quantum Testnet v0.3.0. Damit wurde die erste funktionierende Version des Bitcoin Improvement Proposal 360 implementiert, ein praktisches Experiment mit quantenresilienten Signaturen.
Zhao schloss seinen Beitrag mit einem optimistischen Ausblick. „Grundsätzlich: Es ist immer einfacher zu verschlüsseln als zu entschlüsseln. Mehr Rechenleistung ist immer gut. Krypto wird auch nach dem Quantenzeitalter bleiben“, schrieb er.
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