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Die Wall Street hat Bitcoin gerade zur Waffe gemacht – und das Februar-Massaker zeigte, dass es niemand kommen sah

Die Wall Street hat Bitcoin gerade zur Waffe gemacht – und das Februar-Massaker zeigte, dass es niemand kommen sah

Bitcoin’s (BTC) scharfer Ausverkauf am 5. Februar wurde nicht durch krypto-native Spannungen oder Kapitulation der Anleger ausgelöst, sondern durch Kräfte, die aus der traditionellen Finanzwelt nur allzu bekannt sind.

Laut Jeffrey Park, Chief Investment Officer bei ProCap Financial, markierte diese Episode einen weiteren Schritt in Bitcoins Übergang zu einem vollständig integrierten Risiko-Asset innerhalb der globalen Kapitalmärkte.

Anstatt auf On-Chain-Schwäche oder branchenspezifische Fehlentwicklungen zu reagieren, fiel Bitcoin gemeinsam mit Aktien und anderen Risikoanlagen während einer der volatilsten Handelssitzungen für Multi-Strategie-Hedgefonds der letzten Jahre.

Diese Angleichung, so Park, ist kein Zufall.

Cross-Asset-Deleveraging erreichte Bitcoin über ETFs

Park verweist auf rekordverdächtige Handels- und Optionsaktivität im iShares Bitcoin Trust von BlackRock als Beleg dafür, dass ETFs ein primärer Übertragungskanal waren.

IBIT verzeichnete sein bisher höchstes Handelsvolumen, während die Optionsaktivität von Put-Kontrakten dominiert wurde, was eher auf defensive Positionierung als auf spekulativen Verkauf hindeutet.

Trotz eines Rückgangs von mehr als 13 Prozent bei Bitcoin zeigten die ETF-Flows nicht das Ausmaß an Rückgaben, das man aus früheren Drawdowns kennt.

Stattdessen wurden netto neue Anteile im gesamten ETF-Komplex geschaffen – ein Ergebnis, das Park auf Market Maker und Dealer zurückführt, die abgesicherte Positionen managen, statt auf Investoren, die vollständig aussteigen.

Derivate und Hedging-Mechanismen trieben die Abwärtsbewegung

Nach Parks Einschätzung stammte ein Großteil des Verkaufsdrucks aus dem Abbau delta-neutraler Strategien wie Basis-Trades und Relative-Value-Positionen, die Bitcoin-ETFs mit Futures und Aktien verknüpfen.

Als die Volatilität anstieg und sich die Korrelationen verstärkten, waren Risikomanager in Multi-Asset-Fonds gezwungen, ihre Bruttoexposures pauschal zu reduzieren.

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Dieser Prozess wurde durch Dynamiken im Derivatemarkt verstärkt.

Short-Gamma-Exposures bei Dealern erforderten zusätzliche Verkäufe, als die Kurse fielen, während strukturierte Produkte mit Knock-in-Features die Absicherungsströme in die Schwäche hinein beschleunigt haben dürften.

Diese Mechanismen erzeugten eine Rückkopplungsschleife, die die Kurse weiter nach unten trieb, ohne dass entsprechende Mittelabflüsse aus den zugrunde liegenden Assets zu verzeichnen waren.

Warum die Erholung genauso schnell verlief

Bitcoins Erholung am 6. Februar war ebenso aufschlussreich.

Mit der Stabilisierung der Volatilität begannen abgesicherte Positionen an den Markt zurückzukehren, während Käufer bereitstanden, die während des Ausverkaufs entstandenen Bestände aufzusaugen.

Das Open Interest an regulierten Futures-Börsen erholte sich schneller als an Offshore-Börsen und untermauerte damit Parks Ansicht, dass Aktivitäten aus der traditionellen Finanzwelt die Bewegung dominierten.

Ein Vorgeschmack auf Bitcoins künftige Marktstruktur

Park argumentiert, dass diese Episode einen Einblick in Bitcoins Zukunft bietet.

Wenn ETFs, Optionen und Multi-Asset-Portfolios Bitcoin weiter integrieren, wird sich die Preisbildung zunehmend an Margin-Regeln, Hedging-Anforderungen und Risikokontrollen orientieren, statt an rein krypto-spezifischen Narrativen.

Diese Integration könnte Drawdowns schärfer und mechanischer machen, schafft aber zugleich die Voraussetzungen für heftigere Short Squeezes auf der Oberseite, sobald sich die Positionierung dreht.

Aus Parks Sicht ist Bitcoins wachsende Verflechtung mit der traditionellen Finanzwelt keine Schwäche, sondern ein struktureller Wandel, der sein Volatilitätsprofil in den kommenden Jahren prägen wird.

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