Ethereum (ETH) setzt nach der Rückeroberung seines 200-Tage-Durchschnitts erneut zur Attacke auf die Zone um 2.800 Dollar an. Marktbeobachter sehen in einem klaren Ausbruch die Chance, die Handelsspanne zwischen 3.000 und 4.000 Dollar wieder zu eröffnen.
Die wichtigsten Punkte:
- Ethereum hat in der vergangenen Woche seine 200-Tage-Durchschnittslinie zurückgewonnen, wurde jedoch im Bereich des viel beachteten Widerstands um 2.800 Dollar zunächst wieder abverkauft.
- Daan Crypto Trades sieht in der Marke von 2.800 Dollar die zentrale Hürde vor einer möglichen Rückkehr in die breitere Handelsspanne von 3.000 bis 4.000 Dollar.
- Stark gehebelte Positionierungen wurden deutlich abgebaut – laut Analysten ein Faktor, der die Volatilität beim nächsten Test des Widerstands verschärfen könnte.
Entscheidender Ethereum-Widerstand
Die jüngste Ethereum-Rally startete im August und gewann im September an Dynamik. Damit verbesserte sich das mittelfristige Chartbild, nachdem der Coin seine 200-Tage-Linie zurückerobert hatte. In der Vorwoche bremsten Verkäufer den Anstieg unmittelbar unterhalb von 2.800 Dollar aus.
Daan Crypto Trades verweist darauf, dass ein Wochenschlusskurs oberhalb des einfachen und exponentiellen 200-Tage-Durchschnitts eine bullische Trendumkehr signalisiere. Er bezeichnet 2.800 Dollar jedoch weiterhin als entscheidende Resthürde – ein Niveau, das den ETH-Kurs in den vergangenen Jahren mehrfach gestoppt habe.
Ein klarer Ausbruch über diese Zone lasse im höheren Zeitfenster nur noch vergleichsweise geringe Widerstände bis in den Bereich von 3.000 bis 4.000 Dollar erwarten, so Daan. Michaël van de Poppe spricht in diesem Zusammenhang von einem weiteren Ausbruch nach oben, der „im Grunde nur eine Frage der Zeit“ sei.
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Gehebelte Positionen auf Talfahrt
Analyst CW berichtet, dass die Zahl hoch gehebelter Positionen deutlich zurückgegangen ist. Demnach stehen gehebelten Long-Positionen im Umfang von rund 2,1 Milliarden Dollar Short-Engagements von etwa 4 Milliarden Dollar gegenüber, nachdem ein Großteil der vorherigen Hebelpositionen liquidiert wurde. Der nun kleinere Pool an gehebelten Wetten könnte Ethereum nach Einschätzung des Analysten anfälliger für kräftige Ausschläge machen, sobald sich der Kurs erneut der Marke von 2.800 Dollar nähert.
Merlijn The Trader verweist zudem auf eine praktisch geleerte Validator-Exit-Queue und argumentiert, dass der Großteil des zwangsweisen Verkaufsdrucks bereits während der vorherigen Marktkorrektur abgearbeitet worden sei.
Seiner Einschätzung nach könnte es sich daher als „größter Fehler dieses Zyklus“ erweisen, Ethereum weitgehend ignoriert zu haben.
An der technischen Hürde selbst ändert das allerdings nichts: Ethereum muss die Zone um 2.800 Dollar nachhaltig in eine Unterstützungsregion verwandeln, bevor das übergeordnete Chartbild einen weiteren klaren bullischen Bestätigungsimpuls erhält.
Der aktuelle Test folgt auf eine Erholung vom Juli-Tief, von dem aus sich Ethereum inzwischen rund 80 Prozent entfernt hat, nachdem die Gewinne im August und September deutlich anzogen. Die wiederholten Fehlversuche im Bereich um 2.800 Dollar in den vergangenen Jahren erklären, warum Analysten das Niveau weiterhin so stark im Fokus behalten.
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