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Ethereum-Coinbase-Premium fällt auf Tiefststand von Juli 2022

Ethereum-Coinbase-Premium fällt auf Tiefststand von Juli 2022

Ethereum (ETH) verzeichnete beim Coinbase-Premium-Index auf Basis eines 30-Tage-gleitenden Durchschnitts den niedrigsten Stand seit Juli 2022. Dies signalisiert, dass die US-Institutionennachfrage auf ein Niveau gefallen ist, das zuletzt in der tiefsten Phase des vorherigen Bärenmarktes zu beobachten war, während der Kurs die Unterstützungszone bei 2.100 US-Dollar testet.

Was passiert ist: Coinbase-Premium erreicht Tief von 2022

Der Coinbase-Premium-Index vergleicht den ETH-Preis auf Coinbase – weithin angesehen als Proxy für die US-Institutionenaktivität – mit globalen Benchmarks wie Binance.

Der 30-Tage-Durchschnitt dieses Indikators ist nun in stark negatives Terrain gefallen, das seit der schlimmsten Phase des Abschwungs 2022 nicht mehr erreicht wurde.

Anhaltend negative Werte deuten darauf hin, dass US-Anleger im Vergleich zu Marktteilnehmern weltweit entweder aktiv verkaufen oder sich weitgehend aus dem Markt heraushalten. Das letzte Mal, als dieser Indikator ähnliche Werte erreichte, befanden sich die Kryptomärkte in einer ausgeprägten Kapitulationsphase.

Aus technischer Sicht hat der Bruch von ETH unter 2.300 US-Dollar den Abwärtsdruck verstärkt. Kurzfristige gleitende Durchschnitte sind unter die mittelfristigen Linien gefallen, und der Kurs liegt deutlich unter dem langfristigen Trendindikator.

Fällt das Niveau bei 2.100 US-Dollar, liegt die nächste bedeutende Unterstützung im Bereich von etwa 1.800 bis 1.900 US-Dollar.

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Warum es wichtig ist: Rückzug der Institutionen vertieft sich

Das Ausbleiben von Käufen durch US-Institutionen ist bedeutsam, weil US-Kapitalströme historisch eine zentrale Rolle in vergangenen Kryptorallyes gespielt haben. Ohne diese Nachfrage sinkt die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Erholung auf kurze Sicht.

Das Signal ist jedoch nicht ausschließlich negativ. Extrem negative Premiums traten in der Vergangenheit häufig während Kapitulationsphasen auf, wenn aggressive Verkäufer das verfügbare Angebot erschöpfen und sich der Markt stabilisiert, sobald der Verkaufsdruck nachlässt.

Eine Normalisierung des Coinbase-Premiums – oder eine Rückkehr in positives Terrain – würde auf eine erneute Beteiligung institutioneller Anleger hindeuten. Solange diese Wende ausbleibt, dürften Rallyes in den Bereich von 2.400 bis 2.600 US-Dollar eher als Erholungsbewegungen denn als echte Trendwenden fungieren.

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