Ethereum's Proof-of-Stake-Einzahlungsvertrag hält jetzt 77,85 Millionen ETH im Wert von rund 256 Milliarden US‑Dollar und repräsentiert 46,59 % des gesamten Angebots der Kryptowährung nach einem Wachstum von 38,4 % im vergangenen Jahr.
Der Einzahlungsvertrag dient als Grundlage für Ethereums Sicherheitsmodell, indem er Kryptowährung hält, die Validatoren dem Netzwerk zur Sicherung über den Staking‑Prozess verpflichtet haben.
Die Marktanalyseplattform Santiment meldete den Meilenstein am Samstag und wies darauf hin, dass die hohe Konzentration gelegentlich Missverständnisse über eine „Wal‑Wallet“ auslöst, die ihre Bestände plötzlich auf Börsen abladen könnte.
Protokoll-Schutzmechanismen verhindern schnelle Ausstiege
Ethereums Architektur erzwingt strikte Ratenbegrenzungen, die Massenabhebungen verhindern: Das Protokoll begrenzt Validator‑Ausstiege auf 256 ETH pro Epoche bzw. rund 57.600 ETH pro Tag, wie Daten von ValidatorQueue zeigen.
Validatoren, die einen Ausstieg beantragen, müssen in Warteschlangen warten, die in Zeiten hoher Nachfrage Wochen dauern können, auch wenn die aktuelle Ausstiegswarteschlange Anfang Januar 2026 nur bei sieben Minuten liegt, mit lediglich 288 ETH, die zur Auszahlung anstehen.
Der schrittweise Abzugsmechanismus schützt vor Destabilisierung, indem er sicherstellt, dass Validatoren Börsen nicht schlagartig mit Liquidität fluten können und so die Netzwerksicherheit in Übergangsphasen gewahrt bleibt.
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Unterschiedliche Markteinschätzungen
Bullen interpretieren die konzentrierten Bestände als Ausdruck langfristigen Vertrauens der Ethereum‑Nutzer, da aktiv gestaktes ETH ein Rekordniveau von 35,9 Millionen Token erreicht hat, was 29,6 % des zirkulierenden Angebots entspricht.
Die Eintrittswarteschlange umfasst derzeit 1,32 Millionen ETH, die auf eine Einzahlung warten, was die Ausstiege deutlich übertrifft und auf eine anhaltend starke Beteiligung von Validatoren hindeutet, obwohl ETH rund 30 % unter den Höchstständen von nahe 4.000 US‑Dollar im August 2024 gehandelt wird.
Kritiker äußern Liquiditätssorgen hinsichtlich möglicher Abhebungsstaus, falls starke Kursrückgänge massenhafte Validator‑Ausstiege auslösen. Sie betonen, dass konzentrierte Bestände Angebots‑Schocks verursachen könnten, wenn sich die Stimmung dreht – trotz der Protokollbegrenzungen, die genau solche Szenarien verhindern sollen.
Die institutionelle Beteiligung wächst weiter: Unternehmen wie BitMine staking over 342,000 ETH in recent weeks und große Vermögensverwalter integrieren Staking in börsengehandelte Produkte, was die Kontrolle über Validatoren weiter bei größeren Akteuren bündelt.
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