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Ethereum-Stiftung gründet Quantum-Sicherheitsteam, während Buterin ein Risiko von 20 % bis 2030 nennt

Ethereum-Stiftung gründet Quantum-Sicherheitsteam, während Buterin ein Risiko von 20 % bis 2030 nennt

Die Ethereum (ETH) Stiftung hat ein eigenes Post-Quantum-Sicherheitsteam gegründet und hebt damit den kryptografischen Schutz vor Quantencomputing auf höchste strategische Priorität.

Das neue Team wird von Thomas Coratger geleitet, unterstützt vom leanVM-Kryptografen Emile.

Ethereum-Forscher Justin Drake kündigte den Wechsel von Hintergrundforschung zu aktiver Umsetzung an. Die Stiftung startet zweiwöchentliche Entwicklersitzungen zu Post-Quantum-Transaktionen sowie Multi-Client-Testnetze für quantenresistente Konsensmechanismen.

Die Initiative umfasst Forschungsprämien in Höhe von 2 Millionen US‑Dollar und Bildungsprogramme für die Community, die sich auf Quantengefahren für Blockchainsysteme konzentrieren.

Der Zeitplan für Quantencomputing

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin schätzte im August 2025 die Wahrscheinlichkeit, dass Quantencomputer die aktuelle Kryptografie vor 2030 brechen könnten, auf etwa 20 %.

Er verwies auf Prognosen der Vorhersageplattform Metaculus, die das Medianszenario um das Jahr 2040 sieht.

Die Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen und Technologieunternehmen die Entwicklung des Quantencomputings beschleunigen. Aktuelle Blockchainsysteme verlassen sich auf Elliptic-Curve-Kryptografie, die von leistungsfähigen Quantenrechnern theoretisch kompromittiert werden könnte.

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Was entwickelt wird

Das Team entwickelt quantenresistente kryptografische Lösungen, darunter STARK-basierte Zero-Knowledge-Proofs und gitterbasierte Algorithmen. Diese Ansätze sollen Angriffen von Quantencomputern standhalten und gleichzeitig die Netzwerkleistung erhalten.

Drake betonte, dass Blockchains sich vorbereiten müssen, obwohl konkrete Quantengefahren noch Jahre entfernt sind. Der Übergang zu quantensicherer Kryptografie erfordert umfangreiche Tests, Wallet-Upgrades und eine koordinierte Migration der Nutzer, bevor eine praktische Bedrohung entsteht.

Ethereum sichert Transaktionen derzeit mit ECDSA für Konten und BLS-Signaturen für den Validator-Konsens ab. Beide Verfahren wären gegenüber ausreichend leistungsfähigen Quantencomputern verwundbar, die Algorithmen wie Shors Algorithmus ausführen, welcher Elliptic-Curve-Verschlüsselung brechen kann.

Die Stiftung plant, quantenresistente Funktionen in die Protokoll-Roadmap von Ethereum zu integrieren und zugleich die Kompatibilität mit der bestehenden Infrastruktur zu erhalten.

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