Ethereum testet Post-Quantum-Wallet-Pfad ohne Protokolländerungen

Ethereum testet Post-Quantum-Wallet-Pfad ohne Protokolländerungen

Ethereum (ETH)-Forscher haben SPHINCS- vorgeschlagen, ein Post-Quantum-Signaturdesign, das es Wallets ermöglichen könnte, quantenresistente Signaturen innerhalb der EVM zu verifizieren.

Schlüsselpunkte:

  • SPHINCS- ist ein Forschungs-Signaturprüfschema, das für die Sicherheit von Ethereum-Wallets entwickelt wurde.
  • Der Vorschlag verwendet KECCAK256 anstelle des standardmäßigen SHAKE256, um innerhalb der bestehenden EVM zu funktionieren.
  • Die C13-Variante wird mit etwa 127.000 Gas und einer 3.704-Byte-Signatur angegeben.

Ethereum-Wallets

Der Vorschlag wurde am 12. Juni auf Ethereum Research veröffentlicht und nennt nicocsgy als Autor, mit besonderem Dank an Vitalik Buterin und andere Mitwirkende.

Er führt SPHINCS-, ausgesprochen „SPHINCS minus“, als zustandsloses Post-Quantum-Signaturprüfschema ein, das für die Ethereum Virtual Machine optimiert ist.

Das Problem ist langfristig, aber direkt.

Heutige Blockchain-Wallets beruhen auf kryptografischen Annahmen, die durch leistungsstarke Quantencomputer irgendwann geschwächt werden könnten. Deshalb testen Ethereum-Forscher Migrationspfade, bevor solche Angriffe praktisch werden.

SPHINCS- ist rund um die EVM in ihrer aktuellen Form aufgebaut, sodass das Design weder neue Precompiles für Ethereum fordert noch das Basisprotokoll ändert.

Der Vorschlag ersetzt die standardmäßigen SLH-DSA-Hashfunktionen, darunter SHAKE256, durch KECCAK256, das bereits nativ in Ethereum verfügbar ist und in Solidity-Verifikationslogik eingesetzt werden kann.

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Quanten-Sicherheit

Der Beitrag reduziert außerdem das Signaturbudget, um in gewöhnliche Blockchain-Wallets zu passen, statt das breitere Standardziel von 2^64 Signaturen pro Schlüssel beizubehalten.

SPHINCS- konzentriert sich auf einen Bereich zwischen 2^14 und 2^20 Signaturen pro Schlüssel und argumentiert, dass normale Ethereum-Adressen kein unbegrenztes Signaturbudget benötigen.

Im Beitrag heißt es, dass das durchschnittliche jährliche 99,9-Perzentil der Ethereum-Transaktionen seit dem Merge bei etwa 431 pro Adresse lag, was wallet-spezifischere Parameter unterstützt.

Für die C13-Variante listet der Vorschlag Verifizierungskosten von knapp 127.000 Gas und eine Signaturgröße von 3.704 Byte auf.

Er vergleicht dies mit SLH-DSA-SHA2-128-24, das laut Beitrag 142.000 Gas kostet, eine 3.856-Byte-Signatur verwendet und etwa 1,07 Milliarden Hash-Aufrufe für das Signieren benötigt.

Das Design ist kein Standard.

Der Beitrag erklärt, dass SPHINCS- FIPS 205 nicht strikt folgt, da es Keccak und begrenzte Signaturbudgets verwendet, während das Signieren auf Hardware-Wallets ein praktisches Hindernis bleibt.

Die Varianten C11 und C12 werden als mit Hardware-Wallets kompatibel beschrieben, aber die Signaturzeiten auf einem ST33K1M5-Sicherheitselement werden mit 390 Sekunden bzw. 47,5 Sekunden angegeben, was zeigt, dass reine Verifizierungseffizienz das Nutzererlebnis nicht löst.

Ethereums Post-Quantum-Arbeit verläuft auf mehreren Pfaden, darunter neue Signaturschemata, Account-Abstraktion, Migrationsplanung und Wallet-Design, da Änderungen an der Kontosicherheit Jahre dauern können, bis sie über Nutzer und Infrastruktur hinweg koordiniert sind.

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