Ethereum (ETH) erlebt derzeit sichtbare Zuflüsse von knapp 1 Mrd. US‑Dollar, während die ETH‑Bestände an zentralen Börsen sinken und der Einsatz von Derivatehebeln deutlich unter den Höchstständen des Jahres 2026 liegt.
Wichtigste Punkte:
- Die ETH‑Käufe haben sich durch Walaktivitäten und Nettozuflüsse von 889,8 Mio. US‑Dollar in BlackRocks ETHA‑ETF über acht Handelstage hinweg beschleunigt.
- Die an Börsen gehaltenen Bestände sind auf 14,93 Mio. ETH gefallen, während der Coinbase Premium Index mit rund 0,029 wieder im positiven Bereich notiert.
- Das offene Interesse liegt bei etwa 14,5 Mrd. US‑Dollar – die jüngste Nachfragewelle ist damit stärker spot‑getrieben als hebelgetrieben.
Ethereum‑Akkumulation
Der On‑Chain‑Analysedienst Lookonchain meldete, dass eine Wal‑Adresse jüngst 13,55 Mio. US‑Dollar für den Kauf von 5.425 ETH zu rund 2.498 US‑Dollar je Coin aufgewendet hat. Der X‑Account TedPillows hob zudem eine weitere Adresse hervor, die 40.000 ETH im Wert von 100,09 Mio. US‑Dollar von Binance erhalten hat.
Auch von institutioneller Seite bleibt die Nachfrage stabil. Der ETHA‑ETF von BlackRock verzeichnete an acht aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettozuflüsse von insgesamt 889,8 Mio. US‑Dollar. Zusammengenommen summieren sich die Käufe durch den genannten Wal und den ETF damit bereits auf über 900 Mio. US‑Dollar – noch bevor die separate Binance‑Transaktion berücksichtigt wird.
Daten von CryptoQuant zeigen, dass die ETH‑Reserven auf zentralen Handelsplätzen nach einem anhaltenden Rückgang im Jahresverlauf auf 14,93 Mio. ETH geschrumpft sind. Damit steht an den Börsen weniger frei handelbares Angebot zur Verfügung, was die unmittelbar verkaufbaren Bestände weiter verknappt.
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ETH‑Hebel
Der Coinbase Premium Index ist nach mehreren Monaten im negativen Bereich wieder über die Nulllinie gestiegen und notiert aktuell bei etwa 0,029. Das signalisiert eine stärkere Spot‑Nachfrage aus den USA im Vergleich zu anderen Handelsplätzen. Die Hebelwirkung in den Derivatemärkten zieht allerdings nicht im gleichen Maße an.
Das offene Interesse in ETH‑Derivaten liegt derzeit bei rund 14,5 Mrd. US‑Dollar und damit deutlich unter den früheren Hochs des Jahres 2026. Das spricht dafür, dass die aktuelle Akkumulationsphase stärker durch Käufe am Spotmarkt als durch gehebelte Spekulationen getrieben ist.
Eine vorwiegend spot‑getriebene Bewegung macht den Markt tendenziell weniger anfällig für erzwungene Liquidationen als eine Rally, die primär auf hohem Hebel fußt. Dieses Bild könnte sich jedoch rasch ändern, sollte das offene Interesse schneller steigen als der ETH‑Preis.
Die Balance kann sich schnell verschieben: Während die Börsenreserven über weite Teile des Jahres 2026 rückläufig waren, notierte der Coinbase‑Aufschlag über mehrere Monate im negativen Bereich, bevor er wieder ins Plus drehte. Gleichzeitig bleibt das offene Interesse weiterhin deutlich unter den bisherigen Jahreshochs.
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