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Fast 4 von 10 Altcoins notieren auf Rekordtiefs – warum der Einbruch dieses Zyklus den FTX‑Crash übertrifft

Fast 4 von 10 Altcoins notieren auf Rekordtiefs – warum der Einbruch dieses Zyklus den FTX‑Crash übertrifft

Rund 38 % der Altcoins handeln derzeit nahe ihren Allzeittiefs – der schlechteste Wert im aktuellen Marktzyklus und noch ausgeprägter als nach dem Zusammenbruch von FTX Ende 2022.

Die von CryptoQuant‑Analyst Darkfost veröffentlichten Daten erfassen 756 Token und zeigen, dass 294 davon nahe ihrer bisher niedrigsten Kurse notieren.

Die Kennzahl erreichte kurz nach der Implosion von FTX 37,8 % und lag im April 2025 bei 35 %. Ihr stetiger Anstieg Anfang 2026 deutet auf eine sich ausweitende Schwäche im Altcoin‑Markt hin, selbst während Bitcoin (BTC) sich oberhalb von 65.000 US‑Dollar konsolidiert.

Was passiert ist

Darkfost führte die Verschlechterung auf fragile Liquiditätsbedingungen zurück. Kapital, das früher in kleinere Token geflossen wäre, wandert nun in Aktien, Rohstoffe und sichere Häfen. Gold ist dieses Jahr auf über 5.000 US‑Dollar gestiegen.

Die Bitcoin‑Dominanz – also sein Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen – liegt bei rund 57 % bis 58 %. Dieses Verhältnis ist seit September 2023 nicht mehr unter 50 % gefallen, wodurch Altcoins ein zunehmend kleinerer Teil des verfügbaren Kapitals bleibt.

Die gesamte Marktkapitalisierung der Altcoins ohne Bitcoin und Ethereum (ETH) ist laut dem TOTAL3‑Chart von TradingView auf etwa 550 Milliarden US‑Dollar gesunken, nach einem Zyklus‑Hoch von nahezu 974 Milliarden US‑Dollar.

CryptoQuant stellte außerdem fest, dass der Verkaufsdruck am Altcoin‑Markt kürzlich sein höchstes Niveau seit fünf Jahren erreicht hat.

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Warum das wichtig ist

Der Vergleich mit der Phase nach FTX ist bemerkenswert, weil dieser Crash durch ein konkretes Ereignis ausgelöst wurde – den schnellen Zusammenbruch einer großen Börse.

Die aktuelle Verschlechterung verläuft dagegen schleichend und wird von makroökonomischen Bedingungen getrieben, nicht von einem einzelnen Auslöser.

Geopolitische Spannungen, darunter jüngste US‑israelische Angriffe auf den Iran, lösten Ende letzter Woche Liquidationen von Kryptowährungs‑Futures von über 300 Millionen US‑Dollar aus, wobei Altcoins einen überproportionalen Anteil trugen.

Wie es weitergeht

Analysten sind uneins.

Michaël van de Poppe schrieb auf X, Bitcoin könne im März 75.000 bis 80.000 US‑Dollar erreichen, was die Kluft zu Altcoins eher vergrößern als verkleinern könnte.

Die Zinsentscheidung der US‑Notenbank am 18. März wird ebenfalls die Risikobereitschaft beeinflussen.

Darkfost selbst merkte an, dass eine derart starke Verschlechterung in der Vergangenheit häufig Chancen vorweggenommen hat – er vermied es allerdings, ein klares Tief auszurufen.

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