Die Federal Deposit Insurance Corp. wird eine Regel vorschlagen, die Stablecoin-Inhaber ausdrücklich von der „Durchleitungs“-Einlagensicherung ausschließt und damit ein potenzielles Schlupfloch im GENIUS Act schließt, sagte Vorsitzender Travis Hill am Mittwoch.
Der GENIUS Act verbietet bereits eine direkte FDIC-Absicherung für Stablecoins, schwieg jedoch dazu, ob Drittanbieter-Finanzunternehmen diesen Schutz im Namen der Inhaber erhalten könnten.
Hill sagte, die vorgeschlagene Regel würde auch diese Hintertür schließen.
Er äußerte sich dazu auf einem Gipfel der American Bankers Association in Washington, während die Bundesbehörden weiterhin Umsetzungsregeln zum GENIUS Act ausrollen.
Was passiert ist
Nach dem GENIUS Act werden Stablecoins wie Circles USDC und Tethers USDT ausdrücklich von Bankeinlagen unterschieden, die bis zu 250.000 US‑Dollar durch Bundesgarantien abgesichert sind.
Hill sagte, das Verbot der Durchleitung entspreche dieser Absicht, auch wenn das Gesetz diese Konstruktion nicht ausdrücklich adressiert.
Er bemerkte, dass die aktuellen Regeln zur Durchleitungsversicherung verlangen, dass die Identitäten der Endkunden leicht feststellbar sind – ein Standard, der bei großen Stablecoin-Strukturen heute häufig nicht erfüllt wird.
Hill sagte außerdem, die vorläufige Auffassung der FDIC sei, dass tokenisierte Einlagen – Bankeinlagen, die als programmierbare Blockchain-Token dargestellt werden und die nicht unter den GENIUS Act fallen – die gleiche Versicherungsbehandlung wie konventionelle Einlagen erhalten sollten.
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Warum das wichtig ist
Die vorgeschlagene FDIC-Regel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Sorgen des Bankensektors über die Konkurrenz durch Stablecoins sich verstärken.
Ein am Dienstag veröffentlichter Jefferies-Bericht schätzt, dass das Wachstum von Stablecoins in den kommenden fünf Jahren zu einem Kern-Einlagenabfluss von 3 % bis 5 % bei US-Banken führen und die durchschnittlichen Bankgewinne um rund 3 % senken könnte. Die Marktkapitalisierung des Sektors ist laut DefiLlama von 184 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2022 auf heute rund 314 Milliarden US‑Dollar gestiegen.
Banken haben argumentiert, dass die Zulassung von Renditen auf Stablecoins – eine im Digital Asset Market Clarity Act diskutierte Bestimmung – Einleger abziehen würde.
Der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, hat diese Einwände als Versuche bezeichnet, ein Innovationsgesetz in eine Maßnahme gegen Wettbewerb zu verwandeln. Die Kommentierungsfrist der FDIC zum GENIUS Act läuft bis zum 18. Mai 2026, die endgültigen Regeln sollen am 18. Juli vorliegen.
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