Fogo, ein selbsternannter Rivale von Solana (SOL), hat sein Mainnet am Samstag gestoppt, nachdem ein Angreifer 10 % des umlaufenden Angebots – rund 3 Mio. US‑Dollar in Token – in den ersten Handelswochen der Kette abgegriffen hatte.
Wichtigste Fakten
Ein Angreifer erbeutete 10 % des umlaufenden Fogo-Angebots im Wert von rund 3 Mio. US‑Dollar in den ersten Live-Handelswochen
Die gestohlenen Token entsprechen rund 4 % der Genesis-Zuteilung von Fogo, also der fixen Menge, die zum Start geprägt wurde
Validatoren stoppten die Blockproduktion manuell, nachdem die verdächtige Transaktion gemeldet worden war
Einen Tag vor dem Fogo-Vorfall ließ eine separate Schwachstelle 5,7 Mio. US‑Dollar aus sechs Cosmos-EVM-Chains abfließen
Der Fogo-Hack im Detail: Wie ein neuer Layer 1 einfriert
Die entwendeten Token entsprechen rund 4 % der Genesis-Zuteilung von Fogo, der fixen Menge an Coins, die beim Start des Netzwerks geprägt wurde.
In der Frühphase eines Projekts ist die Genesis-Menge in der Regel deutlich größer als der frei handelbare Umlauf. Genau diese Lücke führte dazu, dass ein 4‑prozentiger Schnitt in der Genesis-Zuteilung am Markt 10 % des frei handelbaren FOGO-Floats ausmachte.
Die Validatoren stoppten die Blockproduktion manuell, sobald der Transfer als verdächtig markiert wurde – ein grobes, aber gängiges Notfallinstrument junger Netzwerke, denen noch automatisierte Schutzmechanismen („Circuit Breaker“) fehlen.
Fogo (FOGO) positioniert sich als leistungsfähiger Layer‑1 mit hoher Transaktionskapazität, der Abwicklungen direkt auf der eigenen Kette vornimmt – statt über Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) zu routen. Der Exploit traf das Projekt genau in dem Moment, als es aktiv um Trader etablierter Netzwerke warb.
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Der Freeze blockierte Auszahlungen, die mit den gestohlenen Token verknüpft waren, während Ingenieure den technischen Ablauf der Attacke untersuchten.
Fogo-Hack reiht sich in Serie von Layer‑1‑Problemen ein
Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag, nachdem eine separate Schwachstelle 5,7 Mio. US‑Dollar aus sechs Cosmos-EVM-Chains abfließen ließ – eine Erinnerung daran, dass neue Settlement-Layer unmittelbar nach dem Zufluss von Liquidität zum Ziel für Angreifer werden.
Ein Verlust von 10 % des zirkulierenden Angebots ist deutlich heftiger als bei den meisten Exploits, die üblicherweise nur einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Floats erfassen. Dabei ist nicht nur der Dollarbetrag entscheidend: Die Konzentration des Angebots bestimmt maßgeblich, wie stark der Preis eines jungen Tokens nach Wiederaufnahme des Handels verzerrt werden kann.
Wie es mit Figos eingefrorenen Token weitergeht
Fogo hat bislang weder einen Termin für die Wiederaufnahme der Blockproduktion genannt noch erklärt, ob ein Rollback zur Rückabwicklung des Diebstahls infrage kommt – ein Schritt, der im direkten Widerspruch zum Anspruch der Unveränderlichkeit öffentlicher Blockchains stünde.
Bis Samstagabend hatte keine große Börse den Handel mit FOGO ausgesetzt. Die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor: Werden Trader zurückkehren, wenn das Mainnet wieder online ist – oder wird dieser Vorfall zu einem weiteren Argument, neuen Layer‑1‑Netzwerken mit Misstrauen zu begegnen?
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