Bitcoin(BTC) steht bei institutionellen Anlegern wegen Risiken durch Quantencomputing zunehmend unter Beobachtung. Neue Forschung deutet darauf hin, dass zwischen 650 Milliarden und 750 Milliarden US‑Dollar der Kryptowährung für zukünftige Angriffe auf ihre kryptografische Sicherheit anfällig sein könnten.
Was passiert ist: Quantenrisiko verändert Portfolio-Strategien
Jefferies‑Stratege Christopher Wood entfernte eine 10 %‑Bitcoin-Allokation aus seinem Flaggschiff‑Modellportfolio „Greed & Fear“ und schichtete in physisches Gold und Minenaktien um.
Wood verwies auf Bedenken, dass Quantencomputer eines Tages die Elliptic Curve Digital Signature Algorithm‑Schlüssel von Bitcoin brechen könnten, die Transaktionen im Netzwerk absichern.
Eine Studie von Chaincode Labs aus dem Jahr 2025 schätzte, dass 20 % bis 50 % der im Umlauf befindlichen Bitcoin‑Adressen wegen wiederverwendeter öffentlicher Schlüssel für künftige Quantenangriffe verwundbar bleiben.
Das entspricht etwa 6,26 Millionen BTC. Bitcoin hat sich in diesem Jahr deutlich schlechter entwickelt als Gold: Während Bitcoin 2026 um 6,5 % fiel, stieg Gold um 55 %.
Unterdessen geht aus dem aktualisierten Ausblick von Grayscale zu digitalen Vermögenswerten hervor, dass Bitcoin 2026 keiner unmittelbaren Preisbedrohung durch Quantencomputing ausgesetzt ist. Die jüngste Forschung des Investmentunternehmens erkennt das theoretische Risiko an, weist aber die kurzfristigen Marktauswirkungen aufgrund der aktuellen Technologiezeitpläne zurück.
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Warum es wichtig ist: Institutionen bewerten das Risiko unterschiedlich
David Duong von Coinbase identifizierte zwei große Bedrohungen durch Quantencomputing: das Brechen von ECDSA‑Schlüsseln und Angriffe auf SHA‑256, das dem Proof‑of‑Work‑System von Bitcoin zugrunde liegt.
Nicht alle Institutionen ziehen sich zurück.
Harvard erhöhte seine Bitcoin‑Allokation um fast 240 % und steigerte seine Investition im dritten Quartal von 117 Millionen auf 443 Millionen US‑Dollar. Morgan Stanley begann, Vermögensverwaltungs-Kunden zu raten, bis zu 4 % ihrer Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren.
Charles Hoskinson von Cardano warnte, dass die verfrühte Einführung quantenresistenter Kryptografie die Effizienz des Netzwerks verringern könnte.
Die Quantum Blockchain Initiative von DARPA legt nahe, dass bedeutende Bedrohungen erst in den 2030er‑Jahren auftreten könnten, obwohl rasche Fortschritte bei Quanten-Hardware diesen Zeitplan beschleunigen könnten.
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