GameStop gab in seinem jährlichen SEC-Bericht dieser Woche bekannt, dass das Unternehmen 4.709 seiner 4.710 Bitcoin (BTC) an Coinbase Credit als Sicherheiten für eine außerbörsliche Covered-Call-Strategie verpfändet hat – keinen vollständigen Verkauf.
Dieser Schritt reklassifizierte die Bestände von einem direkt gehaltenen immateriellen Vermögenswert zu einer digitalen Vermögensforderung in Höhe von 368,3 Mio. $ in der Bilanz.
Das Unternehmen verbuchte für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 131,6 Mio. $ auf seine Krypto-Bestände.
Die Offenlegung beendet monatelange Marktspekulationen.
On-Chain-Analysten hatten die Übertragung nahezu der gesamten BTC-Position auf Coinbase Prime im Januar als möglichen Vorläufer einer Liquidation gewertet.
So funktioniert das Covered-Call-Geschäft
Im Rahmen der Sicherheitenvereinbarung verkaufte GameStop kurzfristige Call-Optionen auf 99,98 % seiner Bitcoin-Position mit Ausübungspreisen zwischen 105.000 und 110.000 $ pro Coin und Fälligkeiten, die sich erstrecken bis zum 27. März 2026.
Bitcoin wurde am Freitag bei etwa 67.000 $ gehandelt – deutlich unter diesen Niveaus –, was bedeutet, dass die Optionen voraussichtlich wertlos verfallen und das Unternehmen die vereinnahmten Prämien behalten kann.
Der 10-K-Bericht weist einen unrealiserten Gewinn von 2,3 Mio. $ und eine Verbindlichkeit von 700.000 $ aus, die mit den offenen Positionen zusammenhängen.
Da Coinbase das Recht hat, die verpfändeten Coins „wiederzuverpfänden, zu vermischen oder einseitig zu verkaufen“, musste GameStop die Vermögenswerte gemäß US-GAAP ausbuchen.
Das Unternehmen weist nun eine Forderung aus, die das vertragliche Recht auf die spätere Rückerlangung gleichwertiger Bitcoin widerspiegelt.
Laut dem 10-K heißt es, seine „wirtschaftliche Exponierung entspricht dem direkten Eigentum an den zugrunde liegenden Bitcoin“.
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Bilanzwirkung und Signale des CEO
Durch die bilanzielle Behandlung fiel GameStop laut Daten von Bitcoin Treasuries von Platz 21 auf Platz 190 unter den Unternehmens-Bitcoin-Haltern zurück.
Der Verlust von 131,6 Mio. $ setzt sich zusammen aus einem realisierten Verlust von 71,8 Mio. $ bei der Ausbuchung und einem unrealiserten Verlust von 59,7 Mio. $ auf die Forderung.
Ursprünglich gab das Unternehmen im Mai 2025 rund 500 Mio. $ für seine BTC-Position aus, finanziert durch eine Wandelanleihe-Emission über 1,5 Mrd. $, die im Vormonat abgeschlossen wurde.
CEO Ryan Cohen hat einen möglichen späteren Ausstieg nicht ausgeschlossen. Im Februar sagte Cohen gegenüber CNBC, die Übernahmepläne des Unternehmens seien „weitaus überzeugender als Bitcoin“.
Der 10-K erklärt jedoch, dass GameStop die Erlöse aus seinen bis 2030 laufenden Wandelanleihen teilweise für künftige Bitcoin-Käufe verwenden will.
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