Gimlet Labs wird inzwischen mit 3 Milliarden US‑Dollar bewertet. Das erst vor zwei Jahren gegründete KI‑Startup hat in einer Series‑B‑Runde 300 Millionen Dollar eingesammelt, angeführt von Andreessen Horowitz, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Wichtigste Punkte
Gimlet Labs nimmt 300 Millionen Dollar in einer von Andreessen Horowitz geführten Series B ein und erreicht damit eine Bewertung von 3 Milliarden Dollar
Die Plattform verteilt KI‑Inference‑Lasten auf Chips von sechs Anbietern: Nvidia, AMD, Intel, Arm, Cerebras und d‑Matrix
Ein Bitcoin‑Mining-Unternehmen, das auf KI‑Cloud-Infrastruktur umgeschwenkt ist, schloss vergangenen Monat eine 3‑Milliarden‑Dollar‑Runde ab und wird nun mit 30 Milliarden Dollar bewertet
Gimlet macht keine Angaben zur Zahl seiner Kunden oder zu Umsätzen
Die Runde finanziert, was Gimlet als „branchenweit erste Multi‑Silicon‑Inference‑Cloud“ bezeichnet: eine Plattform, die KI‑Inference‑Workloads auf Chips von sechs Herstellern – Nvidia, AMD, Intel, Arm, Cerebras und d‑Matrix – verteilt. Die Software ermöglicht es Entwicklerinnen und Entwicklern, Inference‑Code nur einmal zu schreiben und ihn dann jeweils auf den aktuell günstigsten oder schnellsten Chip zu routen – ohne sich auf einen einzelnen Anbieter festlegen zu müssen.
Wie Gimlet Labs auf 3 Milliarden Dollar hochgeschossen ist
Mit dieser Bewertung gehört Gimlet zu einer kleinen Gruppe von KI‑Infrastrukturunternehmen, die Milliardenbewertungen erreichen, ohne eigene Chips zu entwickeln.
Das Kernargument von Gimlet: „Agentische“ KI – Systeme, die mehrere Inference‑Schritte verketten, externe Tools ansteuern und Entscheidungen ohne menschliche Freigabe treffen – schwankt unvorhersehbar zwischen kurzen Rechenbursts und langen, komplexen Reasoning‑Ketten.
Eine Architektur, die auf einen einzigen Chip setzt, verbrennt Geld bei all jenen Schritten, für die sie nicht optimiert ist. Das Produktversprechen, sich über alle Chip‑Typen zu legen, statt auf eine Architektur zu wetten, ist die These, die die Bewertung von 3 Milliarden Dollar rechtfertigen muss.
Der Finanzierungsboom in der KI‑Infrastruktur ist nicht neu
Die Runde von Gimlet reiht sich ein in mehrere große Finanzierungen für KI‑Infrastruktur in diesem Jahr.
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Ein Bitcoin‑(BTC)‑Mining-Unternehmen, das sich in Richtung KI‑Cloud-Infrastruktur neu ausgerichtet hat, schloss im vergangenen Monat eine Finanzierungsrunde über 3 Milliarden Dollar ab und kommt nun auf eine Bewertung von 30 Milliarden Dollar – ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell Kapital von Mining‑Rigs hin zu GPU‑Clustern umgeschichtet wird. Die Bewertung von Gimlet liegt bei rund einem Zehntel dieses Werts und spiegelt damit auch die Größenordnung der jeweiligen Runden wider.
Die Multi‑Chip‑Wette muss sich erst noch bewähren
Gimlet legt weder Kundenzahlen noch Umsätze offen.
Die Bewertung von 3 Milliarden Dollar ist daher vor allem eine Wette auf künftige Nachfrage, nicht auf aktuelle Erlöse – und sie birgt ein strukturelles Risiko: Das Modell setzt darauf, dass Nvidia, AMD, Intel und Cerebras weiterhin zulassen, dass ein externer Anbieter die Orchestrierung der Chips übernimmt, anstatt diese Schicht selbst zu bauen. Sollte einer der sechs Partner den Zugang einschränken, verliert das Versprechen, „überall laufen zu können“, einen seiner zentralen Pfeiler.
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