Gold- und andere Edelmetallfonds verbuchten in der vergangenen Woche Zuflüsse von 4,21 Milliarden US‑Dollar und damit den höchsten Wochenwert seit sechs Monaten. Gleichzeitig registrierten globale Aktienfonds erstmals seit Mai wieder Mittelabzüge.
Wichtigste Punkte:
- Gold- und andere Edelmetallfonds verzeichneten in der Woche bis zum 26. August Zuflüsse von 4,21 Milliarden US‑Dollar.
- Globale Aktienfonds erlitten Abflüsse von 5,87 Milliarden US‑Dollar und beendeten damit eine 13‑wöchige Serie von Nettozuflüssen.
- US‑Aktienfonds meldeten Nettoverkäufe von 22,33 Milliarden US‑Dollar, während Technologiefonds dennoch 3,2 Milliarden US‑Dollar anzogen.
Zuflüsse in Goldfonds
Der Mittelzufluss von 4,21 Milliarden US‑Dollar war laut Daten von LSEG Lipper, über die Reuters berichtete, der stärkste Wochenwert für Gold- und andere Edelmetallfonds seit einem halben Jahr.
Die Auswertung, die 28.976 Fonds umfasst, zeigt einen deutlichen Gegensatz zu den Abflüssen aus breiten Aktienprodukten.
Globale Aktienfonds verzeichneten in der Woche bis zum 26. August Abflüsse von 5,87 Milliarden US‑Dollar – den ersten wöchentlichen Nettoabzug seit dem 20. Mai und das Ende einer Serie von 13 Wochen mit Zuflüssen. US‑Aktienfonds steuerten Nettoverkäufe von 22,33 Milliarden US‑Dollar bei, wobei die Kategorien getrennt erhoben werden und die Daten keinen direkten Beleg dafür liefern, dass Anleger systematisch Kapital von Aktien in Edelmetalle umschichten.
Die Sektorströme fielen gemischt aus: Technologiefonds sammelten 3,2 Milliarden US‑Dollar ein, Fonds für Metalle und Bergbau verzeichneten Zuflüsse von 489 Millionen US‑Dollar, während Energieprodukte in der zweiten Woche in Folge Abflüsse von 313 Millionen US‑Dollar meldeten.
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Umschwung bei Aktienfonds
Reuters führt die Trendwende bei Aktienfonds auf eine vorsichtigere Positionierung im Vorfeld der Zahlen von Nvidia und der Rede von Fed‑Chef Kevin Warsh beim Jackson‑Hole‑Symposium zurück. Die divergierenden Ströme deuten darauf hin, dass Anleger nicht pauschal Risiko abbauen, da Technologiefonds weiter Kapital anziehen, während globale Aktienfonds unter dem Strich Abflüsse verbuchen.
Gold profitierte zusätzlich von einem freundlichen Umfeld.
Jim Wyckoff, Marktanalyst bei American Gold Exchange, erklärte Reuters am 24. August, die fundamentalen wie technischen Rahmenbedingungen für Gold würden zunehmend positiv, während sich die Anleiherenditen stabilisierten beziehungsweise leicht zurückgingen und dem Metall Rückenwind verliehen.
Separate Daten des World Gold Council, auf die sich Reuters beruft, zeigen, dass goldgedeckte börsengehandelte Fonds (ETFs) in der Vorwoche 46,7 Tonnen im Wert von 6,4 Milliarden US‑Dollar einsammelten – die höchste wöchentliche Nachfrage seit zehn Monaten. Der Goldpreis legte in dieser Zeit um mehr als 5 % zu, was den jüngsten Nachfrageanstieg nach Edelmetallfonds zusätzlich erklärt.
Vor der Woche bis zum 26. August hatten globale Aktienfonds 13 Wochen in Folge Zuflüsse verbucht. Der Abzug von 5,87 Milliarden US‑Dollar markiert damit die erste Unterbrechung dieser Serie seit dem 20. Mai.
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