Apple will iOS 27 nur wenige Tage nach seinem iPhone‑Event am 9. September ausrollen – mit einer grundlegend überarbeiteten Siri, die iPhone‑Nutzer in der EU vorerst nicht erhalten.
Wichtigste Punkte:
- Apple terminiert sein Herbst‑Event auf den 9. September, die öffentliche iOS‑27‑Freigabe wird wenige Tage später erwartet.
- Das Update läuft auf iPhone 11 und neuer, die neue Siri‑KI erfordert jedoch deutlich modernere Hardware.
- In der EU wird Siri‑KI weder auf iPhone noch auf iPad ausgeliefert; Apple nennt keinen Zeitplan.
iOS‑27‑Start rückt näher
Apple hat das diesjährige iPhone‑Event für Mittwoch, den 9. September, bestätigt, wie aus einem Bericht von Engadget hervorgeht. Der Livestream beginnt um 19 Uhr MESZ aus dem Apple Park in Cupertino und steht unter dem Motto „Surprise and shine“.
Ein konkretes Datum für die Veröffentlichung von iOS 27 nennt der Konzern noch nicht. Erfahrungsgemäß erscheint die finale Version jedoch innerhalb von rund einer Woche nach dem September‑Event. Es ist zudem die erste Produkteinführung, die von John Ternus geleitet wird, der am 1. September Tim Cook als CEO ablöst.
Am 24. August hat Apple laut 9to5Mac die Entwickler‑Beta 7 von iOS 27 verteilt, gefolgt von einer passenden Public Beta nur wenige Stunden später.
So späte Builds im Zyklus konzentrieren sich üblicherweise – wie etwa Macworld berichtet – auf Feinschliff bei Performance, Akkulaufzeit und Animationen, statt auf neue Funktionen. Mindestens eine weitere Beta wird noch erwartet, bevor ein Release Candidate erscheint.
Die Aktualisierung unterstützt iPhone 11, das iPhone SE der zweiten Generation und alle neueren Modelle. Damit verliert in diesem Jahr kein Gerät, das iOS 26 ausführt, den Support. Neben dem Assistenten überarbeitet Apple die Kindersicherungen, führt generative Fotobearbeitung zum Entfernen von Objekten und zum Erweitern von Bildrändern ein und bringt Safari dazu, offene Tabs automatisch thematisch zu gruppieren. Ein systemweiter Schieberegler erlaubt es zudem, die Liquid‑Glass‑Optik klarer oder stärker getönt einzustellen – eine Reaktion auf häufige Klagen über die Lesbarkeit.
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Siri‑KI stützt sich auf Google Gemini
Siri‑KI ist der Hauptgrund, weshalb iOS 27 für Apple strategisch so wichtig ist. Der neu aufgesetzte Assistent zieht Kontext aus Mails, Nachrichten und Fotos, beantwortet Fragen zu Inhalten auf dem aktuellen Bildschirm, erledigt Aufgaben direkt in Apps und kann längere Dialoge führen.
Apple hat das System nicht vollständig allein entwickelt. Berichte zur Ankündigung im Juni, etwa bei Quartz, schreiben Googles Gemini‑Modellen die Rolle als technisches Rückgrat zu, während Apple öffentlich von „Apple Intelligence“ und eigenen Foundation Models spricht. Die neue Siri‑KI verlangt zudem deutlich leistungsfähigere Chips als die reine iOS‑27‑Kompatibilitätsliste vermuten lässt.
Apple Intelligence prallt am DMA ab
Ausgerechnet Europa bleibt von dem neuen Flaggschiff‑Feature ausgenommen. Apple macht in einer Mitteilung, die im Newsroom veröffentlicht wurde, den Digital Markets Act (DMA) für die Verzögerung verantwortlich. In allen 27 EU‑Mitgliedstaaten wird Siri‑KI vorerst weder auf iPhone noch auf iPad verfügbar sein, auch einen groben Zeitrahmen nennt der Konzern nicht. Auf dem Mac und der Vision Pro soll der Assistent hingegen bereitstehen.
Die Brisanz des Themas reicht für Apple zwei Jahre zurück. Auf der Entwicklerkonferenz 2024 hatte der iPhone‑Hersteller bereits eine kontextbewusste Siri versprochen, verschob die Auslieferung jedoch im März 2025 und zog daraufhin die iPhone‑16‑Werbekampagne zurück, die sich stark auf diese Funktionen stützte.
Im Mai 2026 einigte sich Apple laut MacRumors im Rahmen einer Sammelklage wegen irreführender Werbung zu den nie ausgelieferten Siri‑Features auf einen Vergleich über 250 Millionen US‑Dollar – ein kostspieliger Hinweis darauf, welchen Preis verfehlte KI‑Versprechen inzwischen haben.
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