Google DeepMind-CEO Demis Hassabis hat davor gewarnt, dass Teile des Sektors der künstlichen Intelligenz in eine „blasenartige“ Phase eingetreten seien, die durch nicht tragfähige Bewertungen auf den privaten Märkten gekennzeichnet ist.
Bei jüngsten Branchenevents warnte Hassabis, dass Start-ups in der Seed-Phase Milliardenbewertungen erzielen, obwohl sie weder funktionsfähige Produkte noch zugrunde liegende Technologie besitzen.
Die Kritik fällt in eine Abkühlungsphase für KI-bezogene Kryptowährungen, deren gesamte Marktkapitalisierung auf 18,7 Milliarden US-Dollar fiel.
Während größere Projekte wie Bittensor (TAO) und NEAR Protocol (NEAR) eine relative Widerstandsfähigkeit zeigten, verzeichneten Vermögenswerte wie Internet Computer (ICP) und Virtual Protocol (VIRTUAL) tägliche Rückgänge von bis zu 5 %.
Hype vs. fundamentaler Nutzen
Hassabis verglich die aktuelle KI-Euphorie mit der Dotcom-Ära und deutete an, dass eine „Abrechnung“ für Unternehmen unausweichlich sei, die sich ausschließlich auf die Überbegeisterung von Investoren stützen.
Er argumentierte, dass das Internet zwar letztlich transformativ gewesen sei, viele frühe Unternehmen jedoch scheiterten, als das spekulative Kapital während der Marktkorrektur im Jahr 2000 abfloss.
Der DeepMind-Chef stellte fest, dass Google vor solcher Volatilität weitgehend geschützt sei, da das Unternehmen KI in bestehende, umsatzgenerierende Geschäftsbereiche integriert, um die betriebliche Produktivität zu verbessern.
Microsoft-CEO Satya Nadella äußerte sich ähnlich und erklärte, die weltweite Nutzung müsse über den Tech-Sektor hinaus breiter werden, um das aktuelle Investitionsniveau zu rechtfertigen.
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Makro-Gegenwind für KI-Token
Der Abschwung bei KI-Token scheint laut einem Bericht verbunden zu sein mit breiteren makroökonomischen Faktoren, die über Kommentare von Führungskräften hinausgehen. Die Stimmung hat sich eingetrübt, nachdem Signale aufgetaucht sind, dass die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer anstehenden Sitzung im Januar die Zinsen voraussichtlich nicht senken wird.
Die Vorsicht der Investoren nimmt zudem zu, da eine Woche mit zahlreichen Unternehmensberichten bevorsteht, in der ein Fünftel des S&P 500 seine Quartalsergebnisse vorlegen wird.
Von diesen Berichten wird erwartet, dass sie Aufschluss darüber geben, ob die „KI-Prämie“ in Technologiewerten sich in tatsächliches Gewinnwachstum umsetzt oder lediglich strukturelle Ineffizienzen überdeckt.
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