Harvard Management Company hat ihre Bitcoin (BTC) ETF-Bestände im vierten Quartal um 21 % reduziert und gleichzeitig eine Position über 86,8 Millionen US‑Dollar in einem mit Ethereum (ETH) verknüpften Fonds aufgebaut.
Die Schritte erfolgten in einer volatilen Phase, in der der Bitcoin-Kurs von 126.000 US‑Dollar im Oktober auf 88.429 US‑Dollar zum Jahresende fiel.
Der Vermögensverwalter der Universität hielt zum 31. Dezember laut SEC-Unterlagen 5,35 Millionen Anteile am iShares Bitcoin Trust von BlackRock im Wert von 265,8 Millionen US‑Dollar.
Dies entspricht einer Verringerung um 1,48 Millionen Anteile gegenüber 6,81 Millionen Anteilen im Vorquartal, die damals 442,8 Millionen US‑Dollar wert waren.
Portfolio-Umschichtung
Trotz der Reduzierung bleibt Bitcoin Harvards größte öffentlich ausgewiesene Aktienposition und übertrifft die Bestände an Alphabet, Microsoft und Amazon. Die IBIT-Beteiligung macht rund 12,8 % der nach Formular 13F meldepflichtigen Vermögenswerte der Stiftung aus.
Gleichzeitig erwarb Harvard im Quartal 3,87 Millionen Anteile am iShares Ethereum Trust von BlackRock.
Die ETHA-Position markiert die erste offengelegte Ethereum-Allokation des 56,9‑Milliarden‑US‑Dollar-Stiftungsvermögens über einen regulierten Fonds.
Zusammen beliefen sich die beiden Kryptowährungspositionen auf 352,6 Millionen US‑Dollar, was etwa 0,62 % von Harvards Gesamtportfolio entspricht. Beide Positionen bestehen ausschließlich aus von BlackRock verwalteten Produkten.
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Breitere institutionelle Trends
Die Umschichtung fand statt, während Anlageprodukte für Kryptowährungen ihre vierte Woche in Folge Abflüsse verzeichneten. Digitale Asset-Fonds registrierten in der vergangenen Woche Abzüge in Höhe von 173 Millionen US‑Dollar; über vier Wochen summierten sich die Rückgaben laut Daten von CoinShares auf 3,74 Milliarden US‑Dollar.
Regionale Kapitalströme zeigten deutliche Unterschiede: Während aus in den USA notierten Produkten 403 Millionen US‑Dollar abflossen, verzeichneten Deutschland, Kanada und die Schweiz zusammen Zuflüsse von 230 Millionen US‑Dollar. XRP- und Solana-Fonds zogen trotz der allgemeinen Marktschwäche jeweils 33,4 Millionen bzw. 31 Millionen US‑Dollar an.
Harvards Engagement in Kryptowährungen ist seit der ersten offengelegten Bitcoin-Position von 116 Millionen US‑Dollar Mitte 2025 deutlich gewachsen. Bis zum dritten Quartal hatte die Stiftung diesen Bestand verdreifacht, bevor sie ihn im vierten Quartal wieder reduzierte.
Weitere Universitätsstiftungen, darunter Yale, Brown und die University of Texas, haben in den vergangenen Quartalen ebenfalls Kryptowährungspositionen über regulierte ETF-Produkte aufgebaut.
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