Apples erstes faltbares iPhone dürfte im Herbst nur in sehr geringen Stückzahlen verfügbar sein. Eine Order über rund 10 Millionen Geräte könnte Zulieferer drei bis fünf Monate auslasten.
Wichtige Punkte:
- Ein Leaker auf Weibo erwartet eine extrem kleine erste Charge des iPhone Ultra – obwohl die laufende Serienfertigung weitgehend stabil ist.
- Entgegen anderslautenden Berichten soll es keinen US-Exklusivstart geben, sondern einen breit angelegten globalen Roll-out mit minimalen Beständen.
- Gemeldete Leistungswerte zum A20 Pro gehen auf die Auswertung eines Foundry-Datenblatts durch einen Analysten zurück – nicht auf Apple.
Angebotsengpässe beim iPhone Ultra vor dem September-Start
Die jüngsten Einschätzungen stammen vom Weibo-Account Fixed Focus Digital, der in den vergangenen Produktzyklen mehrfach Details zu Apple-Hardware korrekt vorweggenommen hat – wenn auch nicht durchgängig treffsicher. Laut einem Bericht des Leakers benötigen Zulieferer drei bis fünf Monate, um eine Order von etwa 10 Millionen Geräten zu bedienen. In diesem Tempo blieben die Lager weit über das Launch-Fenster hinaus nahezu leer. Die Massenfertigung laufe im Grundsatz stabil, heißt es weiter, anhaltend problematisch sei jedoch die Montage des Scharniers.
Derselbe Account widerspricht Spekulationen, wonach das Falt-iPhone zunächst ausschließlich in den USA starten und zentrale Märkte wie China erst zwei bis drei Monate später bedienen würde. Seine Quellen sprechen von einem im Kern weltweiten Marktstart, bei dem nicht die Region, sondern die stark begrenzten Stückzahlen den Engpass definieren.
Apple hat die Berichte bislang nicht kommentiert.
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A20-Pro-Leistungsversprechen rücken Analysten in den Fokus
Die aktuell kursierenden Leistungsdaten zum A20-Pro-Chip, der in allen drei neuen Modellen erwartet wird, verdienen eine kritischere Einordnung, als sie bislang meist erhalten haben.
Die vielfach zitierte Steigerung der Geschwindigkeit um 15 Prozent geht zurück auf Jeff Pu, Analyst bei Haitong. Er fasst darin Spezifikationen des Auftragsfertigers zusammen – ohne auf Tests fertiger Chips zurückgreifen zu können. Das Datenblatt beschreibt einen technologischen Spielraum für Chipdesigner, keinen garantierten Gesamtvorteil in einem konkreten Produkt.
TSMC weist für seinen 2-nm-Prozess „bis zu“ 15 Prozent mehr Leistung bei gleicher Leistungsaufnahme oder „bis zu“ 30 Prozent weniger Stromverbrauch bei gleicher Performance gegenüber dem Vorgänger-Knoten aus. Wer beide Werte kombiniert zitiert, wie es etliche Medien getan haben, beschreibt damit ein Chipprofil, das der Fertigungsprozess so in einem einzigen Design nicht zwingend ermöglicht.
DRAM-Knappheit verengt Apples Launch-Fenster
Enger als die reine Fertigungskapazität ist offenbar die Versorgung mit Speicherbausteinen. Halbleiteranalyst Tim Culpan hat berichtet, Apple komme nicht an ausreichend DRAM für die neuen Modelle. In der Folge sollen Prozessoren im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar unverpackt beim Foundry-Partner liegen.
Hintergrund ist das neue Packaging, bei dem Speicher und Prozessor im Fertigungsprozess direkt miteinander verheiratet werden. Halbfertige Chips lassen sich daher nicht auf Vorrat produzieren und später, nach Entspannung am Speichermarkt, einfach fertigstellen.
Der Zeitplan für den Marktstart war bereits zuvor in Bewegung. Berichte aus der Lieferkette spekulieren inzwischen zunehmend über einen Start im Dezember – anders als die Mehrheit der Leaks, die weiter auf einen Termin im September verweist.
Auch die Prognosen für die Auslieferungen des Foldables im Jahr 2026 gehen weit auseinander: Analystenschätzungen reichen derzeit von rund drei bis acht Millionen Geräten. Wie groß das tatsächliche Defizit am ersten Verkaufstag ausfallen wird, bleibt damit offen.
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