Charles Hoskinson hat Spekulationen über einen bevorstehenden Abschied von Cardano scharf zurückgewiesen und die kursierenden Gerüchte als „komplette Lüge“ bezeichnet – während ADA (ADA) nahe Mehrjahrestiefs notiert.
Wichtigste Punkte:
- Hoskinson bezeichnete Berichte über seinen Ruhestand als „vollständige Erfindung“.
- Er machte geschnittene Clips und Reaction-Videos für die Verbreitung der Behauptung verantwortlich.
- Cardano kämpft mit schwachen Kursen, Governance-Konflikten und einem schwierigen Altcoin-Umfeld.
Gerüchte über Cardano-Ausstieg
Hoskinson ging die Gerüchte in einem diese Woche veröffentlichten Video an, nachdem Berichte nahegelegt hatten, er ziehe sich aus dem Blockchain-Projekt zurück, wie BeInCrypto meldet.
Er erklärte, Online-Kommentatoren hätten Ausschnitte ohne Kontext verwendet und frühere Aussagen so dargestellt, als hätte er ein Scheitern von Cardano eingeräumt. Hoskinson rief die Community auf, seine Stellungnahme aktiv zu verbreiten, um die Falschbehauptungen zu korrigieren.
„Es ist kategorisch unwahr. Es ist eine komplette Lüge. Es ist eine vollständige Erfindung“, sagte Hoskinson.
Das Gerücht blieb nicht auf Krypto-Social-Media beschränkt. Laut Hoskinson erzählte ein Londoner Taxifahrer Cardano-Anhängern, die ihn besuchten, er habe gehört, der Gründer trete ab; Mitarbeiter eines Partnerunternehmens sollen ihrem CEO dieselbe Geschichte berichtet haben.
Hoskinson betonte, das Video mache deutlich, dass er weiterhin im Ökosystem aktiv sei – auch wenn seine Klarstellung in eine schwierige Phase für das Projekt und seine Community falle.
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Druck auf den ADA-Markt
ADA notiert bei rund 0,16 US‑Dollar – etwa 94 % unter dem Rekordhoch von 3,09 US‑Dollar aus dem Jahr 2021. Jüngste Governance-Konflikte verschärfen die ohnehin negative Stimmung am Markt.
EMURGO ist nach einem Wallet-Exploit aus dem Pentad-Governance-Gremium von Cardano ausgestiegen. Investor Justin Bons forderte zudem öffentlich, Hoskinson solle zurücktreten, was in Teilen der Cardano-Community heftigen Widerspruch auslöste.
Es gibt allerdings auch konstruktive Signale: Die Zahl der Cardano-Wallets ist im laufenden Monat trotz der schwachen ADA-Performance gestiegen, und Hoskinson hat Governance-Reformen vorgeschlagen, die das Vertrauen in das Netzwerk wieder stärken sollen.
Das übergeordnete Altcoin-Umfeld bleibt gedämpft. Die Dominanz von Bitcoin (BTC) liegt bei knapp 58 %, der Altcoin Season Index bei 45, und der Crypto Fear and Greed Index verharrt im Bereich „Extreme Fear“.
Analysten sehen einen Rückgang der Bitcoin-Dominanz unter etwa 55,5 % häufig als Voraussetzung für eine breitere Rotation in Altcoins. Bis dahin dürfte Kapital vor allem in Bitcoin und Ethereum (ETH) gebunden bleiben – was die Erholungschancen kleinerer Assets begrenzt.
Die jüngste Belastung für Cardano folgt auf monatelange Kursschwäche und interne Auseinandersetzungen über Governance, Führungsfragen und Treasury-Einsatz – Themen, die das Anlegervertrauen wiederholt stärker beeinflusst haben als die täglichen Kursbewegungen von ADA.
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