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Kalshi sammelt 1 Mrd. $ bei Bewertung von 22 Mrd. $

Kalshi sammelt 1 Mrd. $ bei Bewertung von 22 Mrd. $

Die Prognosemarkt-Plattform Kalshi hat in einer neuen Finanzierungsrunde mehr als 1 Milliarde US‑Dollar eingesammelt. Damit wird das Unternehmen mit 22 Milliarden US‑Dollar bewertet – dem Doppelten der Bewertung vom Dezember. Coatue Management führt die Runde an.

Die Transaktion kommt in derselben Woche, in der der Generalstaatsanwalt von Arizona 20 strafrechtliche Vergehen gegen Kalshi erhoben hat. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, einen illegalen Glücksspielbetrieb zu führen und Wetten auf Wahlen von Einwohnern des Bundesstaates angenommen zu haben.

Die beiden Entwicklungen – ein großvolumiger Finanzierungsabschluss parallel zur ersten strafrechtlichen Verfolgung einer Prognosemarkt-Plattform – spiegeln das rasche Wachstum des Sektors und die ebenso schnell wachsende rechtliche Angriffsfläche wider.

Weder Kalshi noch Coatue haben die Bedingungen öffentlich bestätigt.

Details zur Runde und zum Umsatz

Die Finanzierungsrunde im Dezember 2025, die die vorherige Bewertung von 11 Milliarden US‑Dollar festlegte, wurde von Paradigm angeführt; beteiligt waren Sequoia Capital, Andreessen Horowitz und ARK Invest.

Der annualisierte Umsatz-Run-Rate von Kalshi hat seitdem laut der Bloomberg-Quelle erreicht 1,5 Milliarden US‑Dollar, ausgehend von einem gemeldeten Run-Rate von 600–700 Millionen US‑Dollar, der Investoren im November 2025 offengelegt wurde.

Das wöchentliche Handelsvolumen des Unternehmens hat in den vergangenen Wochen 1,87 Milliarden US‑Dollar überschritten und liegt damit auf Augenhöhe mit den 1,9 Milliarden US‑Dollar von Polymarket, wie Daten von Dune Analytics zeigen.

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Rechtlicher und regulatorischer Kontext

Kalshi hat die strafrechtlichen Vorwürfe aus Arizona angefochten, sie als „dünn wie Papier“ bezeichnet und argumentiert, dass die Zuständigkeit der bundesweiten Aufsicht CFTC die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten überlagere.

Dieses Argument hatte in verschiedenen Rechtsgebieten gemischte Erfolge: Ein Bundesgericht in Tennessee hat staatliche Aufseher vorübergehend daran gehindert, eine Unterlassungsanordnung gegen Kalshi durchzusetzen, während ein Bundesrichter in Ohio im März den Antrag von Kalshi auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt hat, da das Interesse des Bundesstaates an der Regulierung von Sportwetten schwerer wiege als die operativen Belange des Unternehmens.

Kalshi hat zudem vorsorglich Klagen gegen Iowa, Utah und Arizona eingereicht.

CFTC‑Vorsitzender Michael Selig hat die Position der Plattform zur Zuständigkeit öffentlich unterstützt, Leitlinien zu Prognosemärkten veröffentlicht und eine Amicus‑Eingabe eingereicht, die den Betrieb von Kalshi in Nevada stützt.

Am Donnerstag unterzeichnete Selig gemeinsam mit der MLB eine branchenweit erste Absichtserklärung (MOU), in der ein Integritätsrahmen für baseballbezogene Prognosemärkte festgelegt wird – ein Schritt, der die Rolle der CFTC als Hauptaufsichtsbehörde des Sektors weiter verfestigt.

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