Kalshi hat frühe Gespräche mit Investmentbanken geführt über einen möglichen Börsengang, nachdem sich der annualisierte Umsatz auf über 2 Milliarden US‑Dollar verdreifacht hat.
Wichtigste Punkte:
- Kalshi hat Berichten zufolge informelle IPO‑Gespräche geführt, ein Börsengang wurde jedoch noch nicht angekündigt.
- Der annualisierte Umsatz ist auf über 2 Milliarden US‑Dollar gestiegen, vor allem dank Sport‑Event‑Kontrakten.
- Banken, die Beratungsmandate anstreben, wurden Berichten zufolge aufgefordert, sich in Kalshis Handelsplattform zu integrieren.
Kalshi-IPO-Gespräche tauchen auf
Die Gespräche wurden bekannt in einem Bericht über die Finanzen des Unternehmens, der sie als informell und früh beschrieb. Führungskräfte haben mit Banken gesprochen, während die Plattform weiterhin stark wächst.
Ein Börsendebüt läge dennoch frühestens ein Jahr in der Zukunft, mit Ende 2027 oder 2028 als wahrscheinlichem Zeitfenster.
Kalshis Umsatz-Run-Rate ist aufgestiegen auf über 2 Milliarden US‑Dollar, rund das Dreifache des Niveaus vom vergangenen November, bei einem Volumen im Mai von knapp 16,81 Milliarden US‑Dollar. Der Handel rund um die NBA und die FIFA‑Weltmeisterschaft trieb einen Großteil dieses Sprungs, und die Plattform verzeichnete letzte Woche ihre beiden volumenstärksten Tage aller Zeiten. Die Börse hält nun schätzungsweise 90 % des US‑Prognosemarktes und hat kürzlich 100 Milliarden US‑Dollar Lifetime‑Volumen überschritten.
Dieses Tempo macht aus einer Wettgeschichte eine Wall‑Street‑Geschichte.
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Prognosemärkte werben um die Wall Street
Das schärfere Detail steckt in einer Bedingung, die an die Gespräche geknüpft ist. Banken, die Beratungsmandate anstreben, wurden Berichten zufolge gebeten, sich in Kalshis Plattform zu integrieren, damit ihre institutionellen Kunden direkt handeln können. Diese Forderung macht die Beziehung operativ statt zu einem routinemäßigen Pitch für Gebühren.
Ein börsennotiertes Kalshi würde Anlegern zudem die erste reine Wette auf Prognosemärkte verschaffen, da es heute keine entsprechende Aktie gibt. Das erklärt auch, warum etablierte Akteure nun einen Markt verfolgen, den sie einst abgetan hatten, nachdem die zutreffenden Prognosen des Unternehmens zur US‑Wahl 2024 große Aufmerksamkeit erregten.
Sportkontrakte liefern Schätzungen zufolge bis zu 90 % des Umsatzes, obwohl Gerichte derzeit abwägen, ob solche Produkte als regulierte Futures gelten.
Ein Gericht in New Jersey stellte sich im April auf die Seite von Kalshi, doch Herausforderungen in Bundesstaaten wie Kentucky dauern an. Der Zuständigkeitsstreit könnte vor dem Supreme Court landen.
Kalshis Bewertungskurve
Der Aufstieg der Börse verlief schnell, und das IPO‑Gerede folgt diesem Tempo. Kalshi wurde im Juni 2025 mit rund 2 Milliarden US‑Dollar bewertet, dann mit 5 Milliarden im Oktober, 11 Milliarden im Dezember und 22 Milliarden in diesem Frühjahr nach einer Finanzierungsrunde über 1 Milliarde US‑Dollar, unterstützt von Sequoia und ARK Invest. Dieser Anstieg zählt zu den schnellsten in der jüngeren Fintech‑Geschichte.
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