Coinbase startete am 22. Juni Pre-IPO-Perpetual-Futures auf OpenAI und schloss sich damit Binance an, was Spekulationen befeuert, dass der ChatGPT-Entwickler SpaceX an die öffentlichen Märkte folgen könnte.
Wichtige Punkte:
- Coinbase eröffnete am 22. Juni OpenAI-Pre-IPO-Perpetual-Futures und zog damit mit einem früheren Binance-Kontrakt gleich.
- Das Volumen von Pre-IPO-Perpetuals erreichte im Juni rund 12 Milliarden US-Dollar, konzentriert auf Binance.
- OpenAI reichte am 8. Juni vertraulich einen Antrag auf Börsennotierung ein, bei einer Bewertung nahe 852 Milliarden US-Dollar.
Coinbase listet OpenAI-Perpetuals
Die Börse kündigte an, dass sie um 11 Uhr UTC die Märkte OPENAI-PERP und ANTHROPIC-PERP eröffnen werde und damit eine Pre-IPO-Offensive ausweitet, die Wochen zuvor mit SpaceX begonnen hatte. Binance hatte bereits einen vergleichbaren OpenAI-Kontrakt gelistet, und der parallele Start verschafft Tradern neue Möglichkeiten, auf den erwarteten Börsenwert des Unternehmens zu setzen.
Jeder Kontrakt wird in USDC (USDC) abgerechnet, läuft unbefristet und wird automatisch umgewandelt, sobald das zugrunde liegende Unternehmen an die Börse geht.
Die Perps bilden eine implizite Bewertung und keine echte Aktie ab, sodass Inhaber keine Anteile, Dividenden oder Stimmrechte erhalten. Zudem bleiben sie für Trader in den USA tabu.
OpenAI hat am 8. Juni einen vertraulichen Entwurf einer Registrierung bei den Aufsichtsbehörden eingereicht, wenige Tage nachdem eine Jury die Vertragsbruchklage von Elon Musk gegen das Unternehmen, das er 2015 mitgründete, abgewiesen hatte. Die Einreichung nennt kein Datum, und das Unternehmen signalisiert, dass es dieses Jahr keinen großen Druck verspürt, an die Börse zu gehen.
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SpaceX-Debüt treibt den Hype
Die Nachfrage nach Pre-IPO-Perpetuals ist im Juni auf rund 12 Milliarden US-Dollar geklettert – ein steiler Anstieg gegenüber etwa 2 Millionen US-Dollar im März –, wobei Binance mehr als 80 Prozent des Volumens abwickelt. SpaceX und OpenAI machen nahezu den gesamten Handel aus. Der Boom spiegelt die Phase vor dem Börsengang des Raketenbauers wider, als dessen Kontrakte in den Wochen vor dem Listing etwa 3,2 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen anzogen.
Binance hat die Kontrakte als Möglichkeit dargestellt, Preise aus den Privatmärkten für Privatanleger zugänglich zu machen, anstatt sie nur Institutionen und Insidern zu überlassen. Befürworter verweisen auf frühen Zugang zu Zugpferden, an die Privatanleger vor einem Börsengang selten herankommen. Skeptiker sehen hingegen geringe Liquidität, US-Beschränkungen und heftige Kursschwankungen.
In der letzten privaten Finanzierungsrunde wurde OpenAI mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet, wobei einige Prognosen bis auf 1 Billion US-Dollar reichen, während sich der Zeitplan für den Börsengang langsam abzeichnet.
Diese Werte stützen sich auf private Deals und berichtete Schätzungen, nicht auf einen testierten Prospekt.
SpaceX setzte den Ausgabepreis seiner Aktien am 12. Juni auf 135 US-Dollar fest und erreichte nach einem Handelstag eine Marktkapitalisierung von rund 2,1 Billionen US-Dollar – das größte Börsendebüt aller Zeiten. Diese erste Sitzung setzte die Messlatte, an der sich nun jede Pre-IPO-Wette orientiert.
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