Digitale Anlageprodukte verzeichneten in der vergangenen Woche Nettoabflüsse von 173 Millionen US‑Dollar und damit die vierte Woche in Folge mit Rücknahmen, die sich nun laut dem neuesten wöchentlichen Bericht von CoinShares auf insgesamt 3,74 Milliarden US‑Dollar summieren – allerdings widersetzten sich ausgewählte Altcoins wie XRP (XRP) und Solana (SOL) diesem Trend mit kombinierten Zuflüssen von 64,4 Millionen US‑Dollar.
Was geschah: Kryptofonds-Abflüsse setzen sich fort
Die Woche folgte einem volatilen Muster. Früher Optimismus sorgte für Zuflüsse von 575 Millionen US‑Dollar, doch anhaltende Kursschwäche löste anschließend Rücknahmen von 853 Millionen US‑Dollar aus, so der CoinShares Digital Asset Fund Flows Weekly Report.
Die Stimmung besserte sich am Freitag leicht, nachdem schwächere VPI‑Daten Zuflüsse von 105 Millionen US‑Dollar auslösten. Die Handelsvolumina börsengehandelter Produkte fielen auf 27 Milliarden US‑Dollar und lagen damit bei weniger als der Hälfte der 63 Milliarden US‑Dollar der Vorwoche.
Bitcoin (BTC) führte die Verluste mit Abflüssen von 133 Millionen US‑Dollar an, während Short‑Bitcoin‑Produkte innerhalb von zwei Wochen 15,4 Millionen US‑Dollar einbüßten – ein Muster, das laut CoinShares häufig in der Nähe zyklischer Tiefpunkte zu beobachten ist. Ethereum (ETH) verlor 85,1 Millionen US‑Dollar, und Multi‑Asset‑Strategien verzeichneten Abflüsse von 14 Millionen US‑Dollar.
XRP, Solana und Chainlink (LINK) zogen 33,4 Millionen, 31 Millionen bzw. 1,1 Millionen US‑Dollar an. Litecoin (LTC) verzeichnete zusätzliche 0,4 Millionen US‑Dollar.
Die regionalen Ströme gingen deutlich auseinander: Die Vereinigten Staaten verzeichneten Abflüsse von 403 Millionen US‑Dollar, während die internationalen Märkte zusammen 230 Millionen US‑Dollar anzogen. Deutschland lag mit 115 Millionen US‑Dollar an der Spitze, gefolgt von Kanada mit 46,3 Millionen US‑Dollar, der Schweiz mit 36,8 Millionen US‑Dollar, Brasilien mit 14 Millionen US‑Dollar, Australien mit fast 10 Millionen US‑Dollar und Schweden mit 2,8 Millionen US‑Dollar.
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Warum das wichtig ist: Marktkorrektur oder tiefere Probleme
Bitcoin ist seit seinem Allzeithoch im vergangenen Oktober um fast 50 % gefallen, und einige Analysten haben gewarnt, dass der Preis auf 50.000 US‑Dollar sinken könnte, bevor eine nachhaltige Erholung einsetzt.
Hedy Wang, Fintech‑Veteranin und Gründerin von BlockStreet, bietet eine ausgewogenere Sicht. In einer Stellungnahme sagte Wang, dass die aktuelle Turbulenz eher einen reifenden Markt widerspiegele als einen grundlegenden Zusammenbruch.
„Anders als bei früheren spekulativen Blasen wird das aktuelle Web3‑Ökosystem von einer widerstandsfähigeren und kooperativeren Community‑Ethik getragen, die auf langfristigen Aufbau ausgerichtet ist“, sagte Wang. „Eine analytische Betrachtung legt nahe, dass sich der Markt in einer natürlichen, wenn auch volatilen, Entwicklungsphase befindet, wobei die Daten eher auf ein sich wiederholendes historisches Muster als auf eine beispiellose Krise hindeuten.“
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