Legendärer Bitcoin-Entwickler aus der Satoshi-Ära bringt ein VPN heraus, das Spione hassen werden

Legendärer Bitcoin-Entwickler aus der Satoshi-Ära bringt ein VPN heraus, das Spione hassen werden

Martti Malmi, ein früher Bitcoin (BTC)‑Entwickler, der gemeinsam mit Satoshi Nakamoto programmierte, hat eine neue Version von Nostr VPN veröffentlicht, ein dezentrales Mesh-Netzwerk, das Unternehmensserver durch kryptografische Schlüssel ersetzt.

Mesh-Architektur ersetzt zentrale Server

Malmi kündigte das Update am 19. Mai an und bezeichnete das Tool als ein Tailscale‑ähnliches Mesh, das auf öffentlichen Schlüsseln statt auf E‑Mail‑Konten oder Logins von Drittanbietern basiert.

Die Veröffentlichung bringt native Multiplattform-Oberflächen, ein verbessertes Netzwerkmanagement und Nostr-basiertes Multihop‑Routing über das FIPS‑Protokoll.

Die Architektur entfernt den zentralen Server, der kommerzielle VPNs wie NordVPN oder ProtonVPN definiert.

Geräte verbinden sich direkt über ein Peer‑to‑Peer‑Mesh, wobei Nostr‑Relays Discovery und Signalisierung übernehmen.

WireGuard transportiert über boringtun den tatsächlich verschlüsselten Datenverkehr zwischen den Knoten. Jede Nutzeridentität ist ein kryptografisches Schlüsselpaar – dasselbe Primitive, das Bitcoin‑Transaktionen absichert.

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Warum das Vertrauensmodell wichtig ist

Der strukturelle Fehler herkömmlicher VPNs ist die Konzentration. Sämtlicher Datenverkehr läuft über firmeneigene Server, wodurch Nutzer darauf vertrauen müssen, dass Anbieter Daten nicht protokollieren, analysieren oder an Behörden weitergeben. Mehrere als No‑Log beworbene Dienste haben unter juristischem Druck Protokolle offengelegt.

Sirius, das Pseudonym, das Malmi in frühen Bitcoin‑Kreisen nutzte, erhielt die erste Peer‑to‑Peer‑Bitcoin‑Transaktion von Satoshi und verwaltete bitcoin.org über Jahre.

Nostr VPN überträgt die Rolle des vertrauenswürdigen Betreibers auf den Nutzer. Ein Heimserver, ein gemieteter VPS oder jede andere kontrollierte Maschine kann als Exit‑Node dienen – so hält kein Dritter die Logdateien, die sonst per Gerichtsbeschluss angefordert werden könnten.

Seine Philosophie passt nahtlos zu dem neuen Projekt, das Vermittler aus der Privatsphäre‑Infrastruktur entfernt – so wie Bitcoin sie aus dem Zahlungsverkehr entfernt hat.

Datenschutz-Offensive inmitten verschärfter Überwachung

Die Veröffentlichung erfolgt, während Regierungen in mehreren Jurisdiktionen die Kontrolle über VPN‑Nutzung verschärfen und Überwachungsbefugnisse ausweiten.

Bitcoin‑nahe Entwickler argumentieren seit Jahren, dass finanzielle Privatsphäre und Netzwerk‑Privatsphäre nicht sauber voneinander zu trennen sind.

Malmi hat das Projekt ursprünglich im März 2026 angestoßen und auf X geschrieben, dass Tailscales Kontenzwang ihn dazu gebracht habe, eine Alternative zu bauen.

Der Code lieferte in jenem Monat elf Releases in sieben Tagen, darunter Windows‑Support, LAN‑Pairing und einen Android‑Sidecar.

Zwei Monate später ist das Projekt zu einem Rust‑Workspace mit mobilen und Desktop‑Shells herangewachsen, mit standardmäßig aktivem Schutz vor Exit‑Node‑Leaks und Mesh‑Identitäten pro Netzwerk. Das jüngste Update integriert außerdem Multihop‑Routing für Fälle, in denen direktes NAT‑Traversal fehlschlägt.

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