Analysten von JPMorgan sehen „ermutigende Signale“ für den Ausblick von Bitcoin (BTC), seit Strategy seine Barmittel auf 3 Milliarden US‑Dollar aufgestockt und die institutionelle Nachfrage nach Futures angezogen hat.
Kernaussagen:
- JPMorgan bezeichnet Strategys Cash-Aufbau und stabile Bitcoin-Futures-Zuflüsse als positive Signale für den Markt.
- Strategy hat seine Dollar-Reserven auf 3 Milliarden US‑Dollar erhöht – ausreichend für rund 20 Monate bevorzugter Dividendenzahlungen.
- Laut Analysten sind es institutionelle Adressen, nicht Privatanleger, die in dieser Woche den Auftrieb bei den Futures treiben.
Strategy-Reserven steigen auf 3 Milliarden US‑Dollar
Die Analysten der Bank um Managing Director Nikolaos Panigirtzoglou erklärten in einem Bericht vom Mittwoch, dass Zuflüsse und Abflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs in den vergangenen Wochen stark schwankten – der Juni war von deutlichen Rückgaben geprägt. Gehebelte ETFs mit Bezug zu Strategy hielten sich dagegen stabiler und verzeichneten in den vergangenen sieben Wochen durchgehend Nettozuflüsse. Den Großteil dieser Käufe tätigten Privatanleger, die damit halfen, den Aktienkurs des Unternehmens über dem Nettoinventarwert seiner Bitcoin-Bestände zu halten.
Parallel dazu hat Strategy seine Barmittel von 2,55 auf 3 Milliarden US‑Dollar erhöht – genug, um rund 20 Monate bevorzugter Dividendenzahlungen abzudecken, nachdem der Puffer zuvor deutlich dünner war. Die Analysten hatten das Unternehmen zuvor aufgefordert, eine Reserve für zwei bis drei Jahre dieser Verpflichtungen aufzubauen, um die Sorge vor erzwungenen Bitcoin-Verkäufen zur Dividendenfinanzierung zu dämpfen.
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Bitcoin-Futures ziehen institutionelles Kapital an
Ob der Cash-Aufbau die Stimmung unter Bitcoin-Haltern tatsächlich verbessert hat, lasse sich schwer messen, so die Analysten. Dennoch werten sie die Entwicklung am Terminmarkt als positiv: Es kam diese Woche zu Zuflüssen in Bitcoin-Futures, obwohl Spot-ETFs Gelder verloren. Das Momentum zeigte sich sowohl bei Kontrakten an der Chicago Mercantile Exchange als auch bei Perpetual Futures – Segmenten, die die Analysten eher mit institutionellen Investoren als mit Privatanlegern verbinden.
Die Divergenz ist bedeutsam, weil Futures-Ströme tendenziell widerspiegeln, wo große institutionelle Desks langfristige Positionen aufbauen, statt kurzfristige Stimmungen im Retail-Segment abzubilden. JPMorgan liest das als Zeichen einer stillen Akkumulation durch größere Adressen.
In einer früheren Analyse hatte dasselbe Team argumentiert, Strategy stelle keine strukturelle Gefahr für Bitcoin dar. Das größere Risiko sei vielmehr eine breitere Nutzung erlaubnispflichtiger Blockchains, die öffentliche Netze und deren Token umgehen und damit die Nachfrage nach Assets wie Bitcoin aushöhlen könnten.
Phong Le verteidigt die Bilanz
Phong Le, Präsident und CEO von Strategy, bekräftigte, das Unternehmen wolle auf absehbare Zeit größter Unternehmenskäufer von Bitcoin bleiben und erteilte Spekulationen über einen Kurswechsel eine Absage. „Wir gehen nirgendwo hin“, sagte er diese Woche. Le bezeichnete die Bilanz als solide und erklärte, er würde Schuldenrisiken erst dann neu bewerten, sollte Bitcoin in den Bereich von 8.000 bis 10.000 US‑Dollar fallen.
Zudem kündigte er an, weitere STRC-Vorzugsaktien auszugeben, sobald diese wieder zu ihrem Nennwert von 100 US‑Dollar notieren. Die Erlöse sollen in zusätzliche Bitcoin-Käufe und einen nochmals größeren Cash-Puffer fließen. Der Kurswechsel steht unter genauer Beobachtung, seit ein kleiner Verkauf von 32 Bitcoin im Mai die Anleger verunsicherte und die Aktie in ihre schwächste Woche seit Jahren schickte.
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