Kalshi strebt die Zulassung für Perpetual-Futures auf Gold, Devisen und Energie an – ein Schritt, mit dem sich die Plattform deutlich über ihr bisheriges Kerngeschäft in Kryptomärkten hinaus positionieren will.
Wichtigste Punkte:
- Kalshi verfolgt regulierte Perpetual-Futures auf reale Basiswerte wie Metalle, Devisen und Energie.
- Damit rückt die Prognosemarkt-Plattform stärker in direkte Konkurrenz zu Robinhood.
- Kalshis Krypto-Perpetual-Produkte haben bereits rund 16,1 Milliarden US‑Dollar Handelsvolumen erzielt.
Kalshi-Derivate
Kalshi steht nach eigenen Angaben in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit Aufsichtsbehörden, um Perpetual-Futures auf klassische Anlageklassen wie Metalle, Währungen und Energieträger aufzulegen.
Das Unternehmen ist bereits im Markt für Krypto-Perpetual-Futures aktiv und gehört zu den ersten regulierten US-Plattformen, die dieses Produkt anbieten. Nun soll dieses Modell auf Vermögenswerte übertragen werden, die in Phasen geopolitischer und makroökonomischer Spannungen besonders stark gehandelt werden.
Perpetual-Futures unterscheiden sich von herkömmlichen Futures dadurch, dass sie kein Fälligkeitsdatum haben. Positionen können ohne das übliche „Rollen“ in einen neuen Liefermonat gehalten werden.
Laut Reuters erklärte Chief Risk Officer Udesh Jha, die Nachfrage der Marktteilnehmer präge maßgeblich die Prioritäten von Kalshi. Gold habe sich dabei als aussichtsreicher Kandidat herauskristallisiert, da es sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren anzieht.
Jha nannte zudem Devisen, Metalle und Energie als besonders interessante Märkte, weil sie stark von politischer Lage, saisonalen Mustern und makroökonomischen Schocks beeinflusst würden. Kalshis bestehende Krypto-Perpetuals haben bereits ein Handelsvolumen von rund 16,1 Milliarden US‑Dollar generiert.
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Konkurrenz mit Robinhood
Die Expansionspläne bringen Kalshi näher an Robinhood heran, das sich zunehmend vom reinen Aktienbroker zur breiter aufgestellten Derivate-Plattform entwickelt.
Robinhood hat Anfang des Monats auf Bitstamp Multi-Asset-Perpetual-Futures eingeführt. Das Produkt ermöglicht es qualifizierten Nutzern, Kryptowährungen, Rohstoffe, Aktienindizes und Devisen über einen gemeinsamen Sicherheitenpool zu handeln.
Branchenberichte deuten darauf hin, dass Robinhood parallel an einem Start von Perpetual-Futures in den USA arbeitet – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Sollten beide Anbieter eine Zulassung erhalten, dürfte der Markt für regulierte Perpetual-Futures deutlich kompetitiver werden.
Kalshis Fokus auf Gold, Devisen und Energie zeigt zudem, wie sich die Strategie des Unternehmens von reinen Ereigniskontrakten hin zu Produkten verschiebt, die klassischen Handelsinstrumenten an den Terminmärkten immer ähnlicher werden. Das könnte die Zielgruppe verbreitern, erhöht aber gleichzeitig den regulatorischen Druck.
Die Ausgangslage ist brisant, weil Kalshi bereits zuvor juristisch unter Druck geraten ist. Die Plattform stand zuletzt im Mittelpunkt, nachdem Richterin Torres in einem New Yorker Glücksspielverfahren mit Bezug zu Ripple gegen das Unternehmen entschied – ein Hinweis darauf, dass Kalshis Wachstum weiterhin eng mit offenen Fragen zu Marktstruktur und Aufsicht verknüpft ist.
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