Mastercard hat am Mittwoch ein globales Crypto Partner Program gestartet, das aus mehr als 85 Kryptowährungsunternehmen, Zahlungsdienstleistern und Finanzinstituten besteht.
Die Initiative includes Binance, Circle (USDC), Ripple (XRP), PayPal, Paxos, Gemini, BitGo und Polygon sowie weitere Firmen und zielt auf Unternehmensanwendungen ab – grenzüberschreitende Überweisungen, Business-to-Business-Transfers, Auszahlungen und Abwicklung – statt auf Produkte für Endverbraucher.
Das Programm ist auf eine direkte Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern und den Produktteams von Mastercard ausgerichtet, wobei die Partner dazu beitragen, zukünftige Dienstleistungen zu gestalten, die On-Chain-Tools mit etablierten Karten-Netzwerken verbinden.
Was passiert ist
Die Teilnehmer werden laut Unternehmen mit den Mastercard-Teams an Produktdesign und strategischer Ausrichtung arbeiten.
Das Programm baut auf bestehender Infrastruktur auf, darunter der Start-Path-Blockchain-Beschleuniger, ein eigenes Kryptowährungs-Kartenprogramm und das Multi-Token Network – eine Abwicklungsebene, die laut einem Bericht von The Block bereits mit JPMorgan für Stablecoin-Transaktionen verbunden ist.
Die Teilnehmerliste umfasst Blockchain-Netzwerke (Solana (SOL), Aptos (APT), Optimism (OP), Ava Labs, Polygon), Verwahrer (Anchorage Digital, Fireblocks, BitGo), Börsen (Binance, Bybit, Gemini) sowie Stablecoin- und Zahlungsanbieter (Circle, Paxos, Ripple, MoonPay, PayPal). Raj Dhamodharan, Executive Vice President für Digital Asset Blockchain Products and Partnerships bei Mastercard, beschrieb das Ziel als die Übersetzung von On-Chain-Innovationen in regelkonforme, skalierbare Anwendungsfälle, die in den Alltagshandel integriert werden.
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Warum das wichtig ist
Mastercards Schritt erfolgt, während der Hauptkonkurrent Visa seine eigene Stablecoin-Infrastruktur expanding ausbaut. Visa erreichte bis November 2025 eine annualisierte USDC-Abwicklungsrate von 3,5 Milliarden US-Dollar und betreibt mehr als 130 Stablecoin-gebundene Kartenprogramme in über 40 Ländern.
Anfang dieses Monats kündigten Visa und Bridge – eine Stripe-Tochter – Pläne an, Stablecoin-gestützte Karten auf mehr als 100 Länder auszuweiten.
Das Programm ist vorerst ein Kooperationsforum und noch keine Produkteinführung. Entscheidend für die Zukunft ist die Frage, ob Mastercards Koalition tatsächlich produktive Infrastruktur hervorbringt oder vor allem ein strukturierter Dialog zwischen Branchenakteuren bleibt.
Das Unternehmen nannte keine Zeitpläne für konkrete Produkteinführungen im Rahmen der Initiative.
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