CFTC-Vorsitzender Michael Selig stellte am Montag auf der FIA Global Cleared Markets Conference in Boca Raton die bislang umfassendste Krypto-Regulierungsagenda der Behörde vor.
Der Plan covers die Registrierung von DeFi-Entwicklern, Regeln für Prognosemärkte, die Einstufung von Perpetual Futures sowie die Aufsicht über KI‑gestützten Handel.
Selig ordnete die Initiative als Teil einer koordinierten Anstrengung mit der SEC unter einer gemeinsamen Initiative namens „Project Crypto“ ein.
Die Breite der Agenda ist bemerkenswert, weil Selig derzeit das einzige amtierende Mitglied der fünfköpfigen CFTC-Kommission ist und daher ohne Quorum handeln kann.
Dieser strukturelle Vorteil – kombiniert mit ausdrücklicher Rückendeckung durch das Weiße Haus – verschafft dem aktuellen Vorstoß mehr unmittelbare Schlagkraft als früheren Reformversuchen.
CFTC‑SEC‑Koordination und DeFi‑Registrierung
Selig sagte, er und SEC-Vorsitzender Paul Atkins hätten den jahrelangen interbehördlichen Zuständigkeitskonflikt faktisch beendet.
Project Crypto soll eine klare Krypto-Asset-Taxonomie voranbringen, sodass Marktteilnehmer verstehen können, ob ihre Produkte in die Zuständigkeit der CFTC, der SEC, beider oder keiner der beiden Behörden fallen.
Beim Thema DeFi erklärte Selig, die Behörde wolle eine seit Langem bestehende Branchenunsicherheit direkt address: ob die Entwicklung nicht‑kustodialer Software – einschließlich dezentraler Wallets und DeFi‑Anwendungen – eine Registrierungspflicht als CFTC‑Intermediär auslöst.
Leitlinien zu dieser Frage seien in Vorbereitung.
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Prognosemärkte und Perpetuals
Die CFTC arbeitet zudem daran, ihre Zuständigkeit für Prognosemärkte formell zu verankern – ein Bereich, der derzeit von staatlichen Glücksspielaufsichtsbehörden angefochten wird.
Selig sagte, die Behörde werde „in sehr naher Zukunft“ Leitlinien veröffentlichen und arbeite an einem umfassenderen Regelsetzungsverfahren, um dieser Position eine dauerhaftere Grundlage zu geben als durch bloße Leitlinien – die verfahrensrechtlich leicht aufgehoben oder neu geschrieben werden können.
Bei Perpetual Futures – Verträgen ohne Fälligkeit, die eingebaute Hebelwirkung enthalten und größtenteils aufgrund regulatorischer Unklarheit in den USA im Ausland entwickelt wurden – deutete Selig an, dass Leitlinien zum Umgang mit diesem Geschäft unmittelbar bevorstehen. Er beschrieb das Produkt als eines, das gerade wegen der Zurückhaltung der USA, es zu regulieren, im Offshore-Bereich gewachsen ist.
Die Grenzen von Leitlinien
Ein struktureller Faktor überschattet Seligs Agenda.
Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vor zwei Jahren hat die gerichtliche Zurückhaltung gegenüber behördlichen Auslegungen eingeschränkt und es erleichtert, politische Leitlinien anzufechten und zu kippen.
Der The Digital Asset Market Clarity Act – der vielen dieser Arbeiten eine gesetzliche Grundlage geben soll – ist in den Kongressverhandlungen weiterhin stalled, und seine Aussichten auf eine Verabschiedung im Jahr 2026 verschlechtern sich, je näher die Zwischenwahlen rücken.
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