Ethereum und Solana: Morgan Stanley bringt günstigste ETFs ihrer Art an den Markt

Staking-enabled Ethereum and Solana trusts debut on NYSE Arca at the lowest fees in either market. (Image: Shutterstock)
Staking-enabled Ethereum and Solana trusts debut on NYSE Arca at the lowest fees in either market. (Image: Shutterstock)

Morgan Stanley hat am Dienstag neue Spot-ETFs auf Ethereum (ETH) und Solana (SOL) gelistet. Beide Produkte verlangen eine Gebühr von nur 0,14 % und reichen 95 % der Staking-Erträge an die Anleger weiter.

Die wichtigsten Fakten:

  • Die Morgan Stanley Ethereum Trust und Morgan Stanley Solana Trust handeln nun an der NYSE Arca unter den Kürzeln MSSE und MSOL.
  • Mit 0,14 % Sponsorengebühr sind es die günstigsten Produkte ihrer jeweiligen Kategorie und unterbieten damit Grayscale und Franklin Templeton.
  • Der Ethereum-Fonds will bis zu 80 % seiner Bestände staken, der Solana-Fonds plant, sämtliche Token zu staken.

Ethereum- und Solana-ETFs starten an der NYSE Arca

Die beiden als Grantor Trusts strukturierten Vehikel werden an der NYSE Arca unter den Tickersymbolen MSSE und MSOL gehandelt. Beide starteten mit einer Kostenquote von 14 Basispunkten und halten die zugrunde liegenden Token direkt – nicht über Derivate. Die Wertentwicklung orientiert sich an den CoinDesk-Benchmarks für Ether und Solana, die Volumina über große Spot-Börsen bündeln und an Handelstagen um 16 Uhr New Yorker Zeit fixiert werden.

Die Gebührenstruktur unterbietet damit den Mini Ethereum Trust von Grayscale mit 0,15 % sowie das Solana-Produkt von Franklin Templeton mit 0,19 %, bislang die günstigsten Angebote in ihren Nischen.

Der iShares Ethereum Trust von BlackRock, aktuell der größte Fonds in diesem Segment, verlangt 0,25 % – nahezu das Doppelte dessen, was Morgan Stanley nun aufruft.

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist das Staking. MSSE will zwischen 50 % und 80 % seiner Ether-Bestände staken und damit auf eine Basisrendite im Netzwerk von rund 1,7 % abzielen. MSOL plant, sämtliche SOL-Token zu staken, was derzeit etwa 3,4 % Rendite entspricht. 95 % dieser Erträge fließen an die Anteilseigner zurück, die verbleibenden 5 % dienen zur Bezahlung der Validator-Dienstleistungen von Figment, Galaxy Blockchain Infrastructure und Coinbase Canada.

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Balchunas: Günstigster Krypto-ETF-Start bislang

Der leitende ETF-Analyst von Bloomberg, Eric Balchunas, hat den Start der Produkte bestätigt und sie als die bislang günstigsten ETFs in ihren Kategorien bezeichnet.

Zum Handelsauftakt waren jeweils 50.000 Anteile ausstehend, das Fondsvermögen lag bei etwas über 1 Mio. US-Dollar pro Vehikel. Der Start erfolgt rund sechs Monate, nachdem Morgan Stanley die Produkte im Januar angemeldet und die Prospektunterlagen mehrfach überarbeitet hatte.

Ally Wallace, Global Head of ETFs bei Morgan Stanley Investment Management, erklärte, dass das ETF-Geschäft des Hauses inzwischen über 14 Mrd. US-Dollar verwaltet. Amy Oldenburg, zuständig für die Digital-Asset-Strategie der Bank, sieht digitale Vermögenswerte zunehmend als festen Baustein in breit diversifizierten Portfolios der Kunden. Konkrete Zielvolumina für die beiden neuen Fonds nannten die Manager nicht.

Ein strategischer Vorteil liegt leiser, aber nicht minder wichtig, in Vertrieb und Größe. Morgan Stanley beschäftigt rund 16.000 Vermögensberater, die mehr als 9 Billionen US-Dollar an Kundengeldern betreuen, und ist Eigentümer von E*TRADE, einer großen Online-Brokerage-Plattform, auf die viele Wettbewerber nur begrenzt Zugang erhalten.

Bitcoin-Trust als Blaupause für Morgan Stanley

Das Grundmodell testete Morgan Stanley bereits am 8. April, als der Morgan Stanley Bitcoin (BTC) Trust als erster Spot-Krypto-Fonds einer großen US-Bank an den Start ging.

Dieses Produkt erhebt dieselbe 0,14-%-Gebühr und verzeichnete am ersten Handelstag Zuflüsse von über 33 Mio. US-Dollar. Bis zum 24. Juli waren die verwalteten Mittel auf mehr als 391 Mio. US-Dollar angewachsen – trotz eines Bitcoin-Kurses um 64.000 US-Dollar und anhaltender Abflüsse bei konkurrierenden Fonds.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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