Morgan Stanley hat für seine vorgeschlagenen Ether-(ETH) und Solana-(SOL) Exchange Traded Funds eine Gebühr von 0,14 % festgelegt und damit alle US‑Konkurrenten unterboten.
Zentrale Punkte:
- Morgan Stanley reichte geänderte S‑1‑Anträge ein und setzte Gebühren von 0,14 % für Spot‑Ether- und Spot‑Solana‑Fonds fest.
- Der Preis unterbietet Grayscales Ether-Gebühr von 0,15 % und Franklin Templetons Solana-Gebühr von 0,19 %.
- Beide Fonds sollen nach SEC-Genehmigung unter den Tickern MSSE und MSOL gehandelt werden.
Morgan Stanley meldet rekordniedrige ETF-Gebühren an
Morgan Stanley hat am Donnerstag, dem 18. Juni, geänderte Formulare S‑1 bei der US‑Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission eingereicht – für zwei vorgeschlagene Spot‑Krypto‑Fonds. In den Unterlagen werden sie als Morgan Stanley Ethereum Trust und Morgan Stanley Solana Trust bezeichnet, die nach SEC‑Freigabe unter den Tickern MSSE und MSOL gehandelt werden sollen. Jeder Fonds würde eine jährliche Sponsor‑Gebühr von 0,14 % erheben, die täglich auf den Nettoinventarwert berechnet und monatlich in bar ausgezahlt wird.
Dieser Preis würde die derzeit günstigsten Spot‑Produkte auf dem US‑Markt in beiden Kategorien deutlich unterbieten. Der Mini Ethereum Trust von Grayscale verlangt 0,15 % auf Ether, während der Fonds von Franklin Templeton mit 0,19 % den niedrigsten Solana‑Satz hält.
Es war die zweite Änderung, seit die Bank im Januar erstmals einen Antrag stellte, und solche Aktualisierungen signalisieren häufig, dass eine behördliche Entscheidung näher rückt. Frühere Einreichungen fügten strukturelle Details hinzu, doch diese Runde legte erstmals die Gebühr fest. Eine Genehmigung würde den 11. Spot‑Ether‑ETF und den 7. Spot‑Solana‑ETF des Landes schaffen und den breiteren Krypto‑Ausbau des Instituts vorantreiben.
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Balchunas nennt Gebühren die günstigsten weltweit
Der leitende Bloomberg‑Analyst Eric Balchunas sagte auf X, dass die Gebühr von 14 Basispunkten beide Produkte zu den günstigsten in den USA und weltweit mache. Niedrige Preise sind zum wichtigsten Hebel der Bank geworden, wenn sie in ein Feld eintritt, das lange von BlackRock und Fidelity dominiert wurde.
Bestehende Ether‑Fonds dieser Anbieter liegen in der Regel im Gebührenbereich von 0,20 % bis 0,30 % und lassen damit Spielraum für Wettbewerb. Die Änderungen erläuterten zudem, wie die Trusts einen Teil ihrer Bestände staken werden, um zusätzliche Rendite zu erzielen. Figment, Galaxy Blockchain Infrastructure und Coinbase Canada werden diesen Service für beide Produkte erbringen.
Jeder Fonds würde 95 % der Staking‑Erträge behalten und die verbleibenden 5 % an diese Dienstleister und Verwahrer weitergeben. Dieses Merkmal könnte den Trusts helfen, sich in einem zunehmend überfüllten ETF‑Feld hervorzuheben.
Der Vorstoß folgt auf den Bitcoin-(BTC)-Fonds der Bank mit dem Ticker MSBT, der im April mit derselben Gebühr von 0,14 % gestartet ist. Dieses Produkt verzeichnete am ersten Handelstag Zuflüsse von 30,6 Mio. US‑Dollar und hat seitdem mehr als 300 Mio. US‑Dollar angezogen. Diese Werte übertreffen bereits Fonds von Invesco, Franklin Templeton und CoinShares, die alle bereits 2024 – deutlich vor Morgan Stanleys Debüt im April – den Handel aufnahmen.
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