Samson Mow verteidigt Strategys Bitcoin-Verkaufsstrategie, während Saylor die „Never Sell“-Regel bricht

Samson Mow verteidigt Strategys Bitcoin-Verkaufsstrategie, während Saylor die „Never Sell“-Regel bricht

Samson Mow sagt, dass Bitcoin-(BTC)-Treasury-Unternehmen volle Optionalität brauchen und argumentiert, dass Strategy Coins verkaufen kann, ohne seine seit Langem verfolgte Akkumulations-These zu brechen.

Mow verteidigt Strategy

Mow, der CEO von Jan3, legte seine Argumente am 7. Mai auf X dar und wandte sich gegen die starre „Never Sell“-Linie, die die Unternehmenskultur rund um Bitcoin geprägt hat.

Er sagte, das Ziel eines öffentlichen Bitcoin-Treasury-Unternehmens sei es, die Aktionäre zu schützen, nicht ein ewiges Halten zu geloben.

Die Äußerungen kommen wenige Tage, nachdem Michael Saylor auf Strategy's Ergebnis-Call zum ersten Quartal sagte, dass das Unternehmen wahrscheinlich etwas Bitcoin verkaufen werde, um Dividenden zu finanzieren.

Laut Berichterstattung von CNBC meldete Strategy einen vierteljährlichen Nettoverlust von 12,54 Milliarden US‑Dollar und steht jährlichen Dividenden- und Zinsverpflichtungen von rund 1,5 Milliarden US‑Dollar gegenüber.

Mow argumentierte, dass der kategorische Ausschluss von Verkäufen Shortsellern und Arbitrageuren ein klares Drehbuch an die Hand gebe. Öffentliche Märkte seien Krieg, schrieb er, und ein Unternehmen brauche jedes verfügbare Werkzeug.

Er verwies auf Adam Backs BSTR-Struktur als klarere Blaupause und stellte heraus, dass diese Bitcoin-Verkäufe erlaubt, um Aktien zurückzukaufen, wenn sie unter dem mNAV gehandelt werden. Er verwies außerdem auf sein eigenes Bitcoin-Bonds-Design, das geplante BTC-Verkäufe nach einer fünfjährigen Sperrfrist vorsieht, um Kapital an Anleihegläubiger zurückzuzahlen.

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Reaktionen auf Saylors Kurswechsel

Der Kurswechsel von Strategy hat einen Teil des Marktes verunsichert, der MSTR gerade deshalb gekauft hat, weil das Management versprach, sich nie von einem Satoshi zu trennen. Mows Intervention liest sich als Verteidigung dieser neuen Haltung.

Er sagte, Bruttoverkäufe und Nettoakkumulation seien unterschiedliche Dinge, und ein Unternehmen könne einige Coins verkaufen und dennoch im Zeitverlauf weiter aufstocken.

Mow verwies außerdem auf Saylors eigene Aussagen aus dem April, in denen dieser einen „BTC Breakeven ARR“ von etwa 2,05 % beschrieb.

Die Implikation sei immer gewesen, so Mow, dass Bitcoin selbst die Dividenden decken könne – was Verkäufe voraussetze.

Für individuelle Anleger hielt Mow die Botschaft knapper und sagte, die Faustregel sei, ohne guten Grund nicht zu verkaufen – nicht, Coins mit ins Grab zu nehmen.

Jüngste Schritte von Strategy

Polymarket-Händler bepreisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 42 %, dass Strategy noch vor Jahresende Bitcoin verkaufen wird, wie aus Daten hervorgeht, auf die sich Coingape beruft. MSTR‑Aktien fielen nach Saylors Äußerungen vom 5. Mai im nachbörslichen Handel um mehr als 4 %, bevor sie sich wieder erholten.

Saylor hat in den vergangenen Wochen die Kapitalstruktur des Unternehmens neu geordnet. Strategy schlug Ende April vor, die STRC‑Dividendenausschüttungen auf einen halbmonatlichen Rhythmus umzustellen, wobei die annualisierte Rendite von 11,5 % beibehalten wird, während die Volatilität um Ex-Dividenden-Termine geglättet werden soll.

Das Unternehmen hält 818.334 BTC zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 75.537 US‑Dollar pro Coin, während Bitcoin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nahe 80.456 US‑Dollar gehandelt wird.

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