Musk sieht SpaceX schon 2030 bei 1 Billion Dollar Umsatz – ein Jahr früher als geplant

Elon Musk's revised 2030 timeline put SpaceX's trillion-dollar revenue goal back in focus after the company's first earnings call. (Image: Shutterstock)
Elon Musk's revised 2030 timeline put SpaceX's trillion-dollar revenue goal back in focus after the company's first earnings call. (Image: Shutterstock)

Elon Musk hat Analysten in Aussicht gestellt, dass SpaceX nun bereits im Jahr 2030 mit einem Jahresumsatz von 1 Billion US‑Dollar rechnet – und damit ein Jahr früher als noch vor dem Börsengang im Juni angepeilt.

Wichtigste Punkte:

  • Musk zog das interne Umsatzziel von 1 Billion Dollar von 2031 auf 2030 vor und hält sogar 2029 für möglich.
  • Der Umsatz im zweiten Quartal kletterte auf 7,81 Milliarden Dollar, ein Plus von 92 % gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den erwarteten rund 6,9 Milliarden Dollar.
  • Die Investitionen erreichten 18,4 Milliarden Dollar, davon 15,8 Milliarden für das KI‑Geschäft; die Aktie verlor am Mittwoch rund 14 %.

Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 7,81 Milliarden US‑Dollar – 92 % mehr als im Vorjahreszeitraum und klar über den von Analysten veranschlagten rund 6,9 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust schrumpfte auf 541 Millionen Dollar nach 1,01 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2025.

Das bereinigte EBITDA legte um 191 % auf 3,5 Milliarden Dollar zu und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen der Wall Street.

Musk nutzte die erste Ergebnisvorlage seit dem Börsendebüt im Juni, um den Zeithorizont anzuheben – und stellte die Billionenmarke ausdrücklich als interne Planung und nicht als offizielle Prognose dar. Er sprach von einer „von Null verschiedenen“ Wahrscheinlichkeit, das Ziel bereits 2029 zu erreichen, und kündigte an, SpaceX solle bis Dezember eine annualisierte wiederkehrende Umsatzrate von 100 Milliarden Dollar erreichen.

Die Investitionsausgaben sprangen im Quartal auf 18,4 Milliarden Dollar – mehr als das Sechsfache des Vorjahresniveaus.

Rund 15,8 Milliarden Dollar flossen in den KI‑Bereich. Damit lag SpaceX deutlich über den von Analysten erwarteten 13,22 Milliarden Dollar. Nur wenige Stunden vor der Zahlenveröffentlichung gab das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit Nvidia bekannt, um Rechen‑Nutzlasten für die geplanten Starmind‑Satelliten zu entwickeln. Die Aktie verlor daraufhin am Mittwoch rund 14 %.

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Musks Umsatzziel spaltet Analysten

Die Modelle an der Wall Street liegen deutlich unter Musks Ambitionen: Laut Schätzungen von FactSet dürfte der Umsatz 2029 bei rund 207 Milliarden Dollar liegen – also etwa einem Fünftel der von Musk ausgerufenen Billion.

Mehrere Häuser haben ihre Kursziele nach den Zahlen dennoch angehoben. Sie verweisen darauf, dass die KI‑Sparte beim bereinigten EBITDA früher in die Gewinnzone gedreht habe als vor dem Börsengang in Aussicht gestellt.

Will Rhind, Chef von GraniteShares, argumentierte, der Kursrückgang habe weniger mit den operativen Ergebnissen zu tun als mit dem Auslaufen einer Lock‑up‑Periode für Insider am Donnerstag. Frühinvestoren dürfen demnach beginnen, rund ein Fünftel ihrer gesperrten Anteile zu veräußern – und das, während der Kurs bereits unter dem Emissionspreis notiert.

Starlink-Wachstum trägt SpaceX-Bilanz

Starlink führte alle Sparten an und steuerte 4,29 Milliarden Dollar Umsatz bei – ein Plus von 66 % gegenüber dem Vorjahr. Es bleibt das einzige operativ profitable Geschäft. Die Zahl der Kunden verdoppelte sich auf 12 Millionen.

Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer ging von 85 auf 66 Dollar zurück. Musk mahnt dennoch Geduld an und betont gegenüber Analysten, Investoren unterschätzten nach wie vor das Potenzial des Netzwerks.

SpaceX feierte am 12. Juni sein Börsendebüt zu 135 Dollar je Aktie – der größten Neuemission in der US‑Geschichte. Die Papiere starteten nahe 150 Dollar und stiegen innerhalb weniger Wochen zeitweise über 200 Dollar, bevor sie die Gewinne wieder abgaben. Am Dienstag schloss die Aktie bei 125,33 Dollar und damit unter dem Ausgabepreis. Zum Quartalsende saß das Unternehmen auf 93,5 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln bei 36,8 Milliarden Dollar an Schulden und Leasingverbindlichkeiten.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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