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Nic Carter warnt, BlackRock könnte die Entwickler „feuern“, wenn Bitcoin Quantenrisiken ignoriert

Nic Carter warnt, BlackRock könnte die Entwickler „feuern“, wenn Bitcoin Quantenrisiken ignoriert

Risikokapitalgeber Nic Carter warnte, dass Institutionen mit großen Bitcoin‑Beständen (BTC) irgendwann die Geduld mit den Entwicklern wegen fehlender Maßnahmen zur Quanten­kryptografie verlieren – und versuchen würden, eine von ihm so bezeichnete „unternehmerische Übernahme“ der Protokoll‑Governance durchzuführen.

BlackRock, das rund 761.801 BTC im Wert von etwa 50 Milliarden Dollar hält, war sein wichtigstes Beispiel.

Carter äußerte diese Einschätzung im Bits and Bips‑Podcast, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Was er sagte

„Ich denke, die großen Institutionen, die jetzt in Bitcoin vertreten sind, werden es irgendwann leid sein, und sie werden die Entwickler feuern und neue Entwickler einsetzen“, sagte Carter. Er fügte hinzu, dass diese Übernahme „erfolgreich sein“ werde.

Er verwies auf die treuhänderischen Pflichten von BlackRock als treibende Kraft. „Wenn du BlackRock bist und Milliarden von Kundengeldern in diesem Ding hast und seine Probleme nicht angegangen werden, welche Wahl hast du dann?“, sagte er.

Austin Campbell, Gründer von Zero Knowledge Consulting, äußerte in derselben Folge eine ähnliche Sorge und sagte, große Inhaber würden irgendwann „verpflichtet sein, sich zu Wort zu melden“, wenn sie ein strukturelles Problem wahrnehmen.

Was Carter im Podcast nicht offenlegt

Carters Firma Castle Island Ventures führte im Januar die 20‑Millionen‑Dollar‑Series‑A‑Runde bei Project Eleven an – einem Startup für Quanten­abwehr, das mit 120 Millionen Dollar bewertet wird.

Carter sitzt im Vorstand des Unternehmens.

Er legte die Investition in einem Substack‑Beitrag vom Oktober 2025 offen.

Doch wer sein Argument einer institutionellen Übernahme ohne diesen Kontext hört, übersieht einen wesentlichen finanziellen Anreiz dafür, das Quantenrisiko als dringend zu behandeln.

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Was die Daten zeigen

Ein CoinShares‑Bericht, der am 9. Februar veröffentlicht wurde, schätzte, dass nur 10.230 BTC – von 1,63 Millionen in Legacy‑Adressen mit offengelegten Public Keys – in Wallets liegen, die groß genug wären, um bei einem kompromittierten Zugriff Markt­störungen auszulösen.

Der Rest würde selbst unter optimistischen Quantenprognosen Jahrhunderte zum Knacken benötigen.

Um Bitcoins Elliptic‑Curve‑Kryptografie zu brechen, wären Millionen fehlertoleranter Qubits erforderlich. Googles fortschrittlichster Quantencomputer, Willow, verfügt über 105.

Blockstream‑CEO Adam Back – der direkt zum Bitcoin‑Code beigetragen hat – warf Carter im Dezember vor, „uninformierten Lärm“ zu machen. Back sagte, Entwickler arbeiteten still an der Quanten­vorbereitung und praktische Bedrohungen lägen weiterhin Jahrzehnte in der Zukunft.

Ein technischer Vorschlag, BIP‑360, existiert bereits für optionale quantenresistente Adressformate. Doch die konsensbasierte Governance von Bitcoin macht eine schnelle Einführung jeglicher Upgrades bewusst schwierig – dieselbe Eigenschaft, die das Netzwerk gegen die Art von unternehmerischer Übernahme widerstandsfähig macht, die Carter beschreibt.

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