Händler auf Prognosemärkten setzen darauf, dass Christopher Nolans The Odyssey am Startwochenende in Nordamerika mehr als 115 Millionen Dollar einspielt – es ist das stärkste von sechs Kurssegmenten auf Polymarket vor dem Kinostart am Freitag.
Zentrale Punkte:
- Das führende Kursband auf Polymarket preist für „The Odyssey“ ein Startwochenende über 115 Millionen Dollar ein – vor fünf konkurrierenden Szenarien.
- Branchenanalysten erwarten einen US-Start zwischen rund 98 und 132 Millionen Dollar, mit einem Mittelpunkt um 118 Millionen Dollar.
- Trader sehen die Chance, dass der Film auf Rotten Tomatoes mindestens 80 % erreicht, bei 99 %.
Polymarket-Wetten konzentrieren sich über 115 Millionen Dollar
Im Sechs-Wege-Markt verteilen sich die Einsätze auf Spannen von unter 85 Millionen bis über 115 Millionen Dollar; das obere Band dominiert, während Universal Pictures den Film am 17. Juli herausbringt. Momentaufnahmen dieser Woche zeigen ein Handelsvolumen von rund 377.000 Dollar und Liquidität von etwa 163.000 Dollar hinter dem Kontrakt. Polymarket schließt US-Anleger aus; parallel dazu laufen regulierte Börsen und Spielgeld-Plattformen mit Wetten auf dasselbe Wochenende.
Ein separater Markt mit „höheren Strikes“, gestartet am 15. Juli, favorisiert mittlerweile einen Start zwischen 125 und 130 Millionen Dollar.
Auf der Spielgeld-Plattform Manifold stieg ein Kontrakt auf einen Start über 112,5 Millionen Dollar nach einem sprunghaften Aktivitätsschub am 14. Juli nahe an eine 50:50-Bewertung.
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Nolan-Faktor treibt Vorverkauf auf Rekordniveau
Analysten haben ihre Prognosen deutlich nach oben geschraubt, je näher die Premiere rückt – weit über die Spanne von 80 bis 100 Millionen Dollar hinaus, die Ende Juni diskutiert wurde.
Boxoffice Pro rechnet inzwischen mit einem US-Start zwischen 100 und 120 Millionen Dollar, während ein konkurrierender Dienst einen Mittelpunkt von 118 Millionen, einen Boden bei 98 Millionen und eine Obergrenze von 132 Millionen Dollar ansetzt. Im Ausland könnten weitere rund 110 Millionen Dollar hinzukommen, was auf einen globalen Start nahe 200 Millionen Dollar hindeutet.
Der Optimismus speist sich vor allem aus der extrem starken Nachfrage nach Premiumformaten.
IMAX-70mm-Vorführungen waren in mehreren Städten bereits Wochen im Voraus ausverkauft – bei einer ohnehin knappen Verfügbarkeit von nur rund zwei Dutzend Kinos. Die Vorverkäufe am ersten Tag markierten den stärksten Kettenstart seit 2022 und übertrafen „Oppenheimer“ und „Dune: Part Two“ in wichtigen Häusern. Insgesamt startet der Film in 3.800 nordamerikanischen Kinos; das Budget von 250 Millionen Dollar und eine Laufzeit von knapp drei Stunden begrenzen jedoch die Zahl der täglichen Vorstellungen pro Saal.
Kritiken beflügeln Oscar-Chancen und Boxoffice-Ausblick
Matt Damon spielt Odysseus in der Hauptrolle, an seiner Seite Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya und Robert Pattinson – in Nolans erstem Spielfilm, der komplett auf IMAX-70mm-Kameras gedreht wurde.
Überragende erste Kritiken erschienen am 15. Juli, und Händler meldeten eine implizite Wahrscheinlichkeit von 99 %, dass der Film auf Rotten Tomatoes mindestens 80 % erreicht, sowie 82 % für ein Ergebnis von über 90 %. Kalshi preist den Endwert bei rund 92 % ein; alle zwölf bisherigen Nolan-Filme tragen das „Fresh“-Siegel – eine Serie, von der der Markt ausgeht, dass sie anhält.
Zum Vergleich: „Oppenheimer“ startete im Juli 2023 mit 82,4 Millionen Dollar in Nordamerika und gewann später sieben Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie, bei 330 Millionen Dollar US-Boxoffice und 976,6 Millionen Dollar weltweit.
Nolans Startwochenenden sind seit „Interstellar“ und „Dunkirk“ stetig gewachsen – das kommende Wochenende zeigt, wie weit sich dieser Trend noch tragen lässt.
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