Die Kryptowährungsbörse OKX hat am Mittwoch eine Stablecoin-Zahlungskarte in ganz Europa eingeführt und schließt sich damit Plattformen an, die im vergangenen Jahr 91,3 Millionen US-Dollar an Krypto-Kartenausgaben über Visa-Partnerschaften abgewickelt haben.
Die OKX Card ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, Stablecoins wie Circles USDC und den von Paxos ausgegebenen Global Dollar bei Mastercard-Händlern auszugeben. Stablecoins verbleiben in Self-Custody-Wallets bis zum Einkauf; die Umwandlung in Euro erfolgt erst an der Kasse mit einem Marktausführungskurs und einem Spread von 0,4 %.
OKX gibt die Karte über Monavate aus, ein lizenziertes europäisches E-Geld-Institut.
Das Produkt operiert unter der EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ (MiCA), die einheitliche Anforderungen für Kryptodienstleister im gesamten Block festlegt.
Für die Karte fallen weder Transaktions- noch Fremdwährungsgebühren an. OKX bestätigte ein zeitlich begrenztes Bonusprogramm, das in den ersten 30 Tagen nach dem Start bis zu 20 % Krypto-Cashback bietet.
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Was ist passiert
Die Karte unterstützt die Integration von Apple Pay und Google Pay und funktioniert im gesamten Mastercard-Netzwerk an mehr als 150 Millionen Händlerstandorten. Anders als einige andere Krypto-Karten, die eine manuelle Umwandlung von Vermögenswerten oder vorausbezahlte Guthaben erfordern, wandelt die OKX Card Stablecoins direkt am Point of Sale um.
Nutzer müssen KYC- (Know Your Customer) und AML- (Anti-Geldwäsche-)Verifikationen abschließen, um über die OKX-Pay-Wallet-Oberfläche Zugang zur Karte zu erhalten. Die Karte steht verifizierten OKX-Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum zur Verfügung.
OKX-Europe-CEO Erald Ghoos sagte, die Aufsichtsbehörden hätten mit MiCA „echte Leitplanken“ geschaffen; die Verordnung ist im Dezember 2024 vollständig in Kraft getreten. Das Rahmenwerk verpflichtet Stablecoin-Emittenten, angemessene Reserven vorzuhalten und Lizenzanforderungen zu erfüllen.
Warum das wichtig ist
Die Einführung folgt einer breiteren Akzeptanz von krypto-gebundenen Zahlungskarten. Von Visa ausgegebene Krypto-Karten von Plattformen wie EtherFi und Cypher verzeichneten im Jahr 2025 ein Ausgabenwachstum von 525 % – von 14,6 Millionen US-Dollar im Januar auf 91,3 Millionen US-Dollar im Dezember, so Dune Analytics.
Mastercard-Manager Christian Rau bezeichnete die OKX-Partnerschaft als Teil der Bemühungen, Stablecoins in die Mainstream-Zahlungsinfrastruktur zu integrieren. Visa hat die Stablecoin-Unterstützung im Jahr 2025 auf vier Blockchains ausgeweitet und ein Beratungsteam ins Leben gerufen, das Finanzinstitute bei der Einführung von Stablecoin-Produkten unterstützt.
Krypto-Zahlungskarten stehen im Wettbewerb mit etablierten digitalen Bezahlsystemen, die bereits reibungsarme Transaktionen ermöglichen. Karten müssen Vorteile bieten, die über marginale Verbesserungen hinausgehen, um dauerhaft angenommen zu werden – insbesondere, da Volatilität und die Komplexität von Self-Custody den Einsatz von Krypto für Zahlungen historisch eingeschränkt haben.
Die Struktur der Bonusprämien und der regulatorische Rahmen deuten darauf hin, dass OKX zunächst eher Nutzer ins Visier nimmt, die mit Krypto-Mechaniken vertraut sind, als eine breite Mainstream-Kundschaft.
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