OpenAI kauft Mitarbeiteranteile für 7 Mrd. Dollar zurück – Börsengang weiter ohne Termin

Staff shares worth $7 billion returned to OpenAI in a buyback that left the $852 billion valuation untouched. (Image: Shutterstock)
Staff shares worth $7 billion returned to OpenAI in a buyback that left the $852 billion valuation untouched. (Image: Shutterstock)

OpenAI hat einen Aktienrückkauf im Volumen von rund 7 Milliarden US‑Dollar abgeschlossen. Die Anteile von Mitarbeitern und Ex-Mitarbeitern wurden dabei zu einer Unternehmensbewertung von 852 Milliarden Dollar erworben – exakt dem Niveau, das Investoren bereits bei der Finanzierungsrunde im März akzeptiert hatten. Der Preis bleibt damit stabil, während der Markt weiter auf eine mögliche Börsennotierung wartet.

Eckpunkte des Deals

  • OpenAI kaufte rund 7 Milliarden Dollar an Aktien von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern zurück.
  • Grundlage war eine Unternehmensbewertung von 852 Milliarden Dollar – unverändert zur März-Runde.
  • OpenAI hat im Juni vertraulich einen IPO-Antrag gestellt, aber noch keinen Termin für das Listing genannt.

Details zum OpenAI-Tenderangebot

Für den Rückkauf griff OpenAI auf die eigene Bilanz zurück, statt externe Käufer ins Boot zu holen, berichten zwei mit den Bedingungen vertraute Personen gegenüber Medien berichten. Sie wollten anonym bleiben, da die Details vertraulich sind. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter erhielten denselben Preis, den Investoren im März bezahlt hatten. Damals sammelte OpenAI 122 Milliarden Dollar von Technologiekonzernen und Venture-Capital-Gesellschaften ein – eine Runde, die nun als Referenz für das Tenderangebot diente.

OpenAI lehnte eine Stellungnahme zu der Transaktion ab. Der Deal wurde Monate nach Abschluss der März-Finanzierungsrunde und wenige Wochen nach dem vertraulichen Börsenprospekt, den das Unternehmen im Juni bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat, finalisiert. Ein Zeitplan für das Börsendebüt zeichnet sich bislang nicht ab.

Führende private KI-Entwickler öffnen regelmäßig solche „Fenster“, damit Insider ihre auf dem Papier stehenden Beteiligungen in liquide Mittel umwandeln können – eine Praxis, die sich bei den größten KI-Labs etabliert hat. In der Vergangenheit hatte OpenAI externe Investoren wie Thrive Capital und SoftBank eingebunden, die Mitarbeiteraktien aufkauften und damit zugleich neue Bewertungsmarken setzten. Diesmal stemmte das Unternehmen das Volumen aus eigener Kraft.

Lesen Sie auch: Airbnb-Aktie steigt um 17 %, CEO: KI löst 45 % der Supportfälle ohne Menschen

Signale von Sam Altman zur IPO-Perspektive

Die unveränderte Bewertung und der Einsatz von Firmenliquidität deuten darauf hin, dass ein Börsengang nicht unmittelbar bevorsteht. Unternehmen, die länger privat bleiben, nutzen Tenderangebote häufig, um aktienbasierte Vergütung auszuzahlen – ohne die Offenlegungspflichten, den vierteljährlichen Ergebnisdruck und die Investorerwartungen, die mit einem Listing einhergehen.

CEO Sam Altman schrieb vor einigen Wochen, die vergangenen zwölf Monate seien für OpenAI nicht die besten gewesen, und nahm die Verantwortung dafür auf sich. Er stellte zugleich eine stärkere Entwicklung in Aussicht. Berichte vom April zufolge verfehlte OpenAI während seines Vorlaufs in Richtung Wall Street interne Umsatz- und Nutzerziele – ein Malus, den Banken vor einem Börsengang ungern sehen. Der Rückkauf verschafft dem Unternehmen nun Zeit.

Konkurrenz durch Anthropic und frühere Transaktionen

Konkurrent Anthropic hat OpenAI bei der Bewertung in diesem Jahr überholt. Recherchen der vergangenen Monate zeichnen das kleinere Labor kurz vor seinem ersten profitablen Quartal. Auch Anthropic hat im Juni vertraulich einen Antrag für einen eigenen Börsengang eingereicht.

OpenAI hat sich über die Jahre immer wieder solcher Sekundärverkäufe bedient – jeder dieser Deals setzte eine neue Benchmark für jene privaten Investoren, die den Markt für Künstliche Intelligenz besonders eng verfolgen.

Im Oktober 2025 schloss OpenAI ein Tenderangebot über 6,6 Milliarden Dollar zu einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar ab – ein Niveau, das das Unternehmen innerhalb von fünf Monaten mehr als verdreifachte. Bereits 2024 hatte SoftBank im Rahmen eines Angebots Mitarbeiteraktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar übernommen.

Als Nächstes lesen: Google DeepMind verliert vier Führungskräfte der Gründerära an einem Tag

Alexey Bondarev profile photo

Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
OpenAI kauft Mitarbeiteranteile für 7 Mrd. Dollar zurück – Börsengang weiter ohne Termin | Yellow