Peter Steinberger, der Entwickler des Open-Source-KI-Agentenprojekts Openclaw, wechselt zu OpenAI, um an persönlichen AI agents zu arbeiten. Das von ihm aufgebaute Projekt – das seit dem Start im November 2025 mehr als 180.000 Github-Sterne sammelte – wird währenddessen in ein unabhängiges Foundation-Modell überführt, das mit Unterstützung von OpenAI MIT-lizenziert und Community-getrieben bleibt.
Was passiert ist: Openclaw bekommt neue Struktur
Der Wechsel, der am 15. Februar 2026 angekündigt wurde, wurde zuerst von OpenAI-CEO Sam Altman auf X öffentlich gemacht. Es fand keine Übernahme statt.
Steinberger geht, um sich bei OpenAI auf die Weiterentwicklung von Multi-Agenten-Systemdesigns zu konzentrieren, während Openclaw als Open-Source-Projekt unter einer neuen, unabhängigen Stiftung weitergeführt wird. Finanzielle Details wurden nicht offengelegt.
Openclaw fungiert als autonomer KI-Agent, der auf persönlichen Geräten läuft und sich in Plattformen wie Whatsapp, Telegram, Slack und Discord integriert, um reale Aufgaben ohne ständige Aufsicht zu erledigen. Er nutzt große Sprachmodelle von Anthropic und OpenAI, unter anderem, um Posteingänge zu verwalten, Shell-Befehle auszuführen, Browseraktionen zu automatisieren und Aufgaben über ein proaktives „Heartbeat“-System zu planen.
Der Aufstieg des Projekts verlief nicht reibungslos. Steinberger berichtete in einem Interview mit Lex Fridman von monatlichen Verlusten zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar, und ein Markenrechtsstreit führte dazu, dass Betrüger Konten und Pakete kaperten und das Vorhaben beinahe vollständig entgleisen ließen.
Sowohl OpenAI als auch Meta legten Übernahmeangebote vor, wobei Meta-CEO Mark Zuckerberg sich Berichten zufolge direkt per Whatsapp meldete. Altman betonte den Zugang zu Rechenressourcen und langfristige Ausrichtung – ein Faktor, der Steinbergers Entscheidung offenbar stark beeinflusst hat.
Am selben Tag stellte Moonshot AI Kimi Claw vor, eine browser-native, cloud-gehostete Implementierung des Openclaw-Frameworks, integriert in kimi.com. Sie läuft auf Moonshots Kimi-K2.5-Modell mit 40 GB Cloud-Speicher, Zugriff auf mehr als 5.000 Community-Skills und durchgehend aktiver 24/7-Agentenfunktionalität.
Kritiker merken an, dass Kimi Claw als in China gehosteter Dienst Fragen zur Datenresidenz und zu geopolitischen Implikationen aufwirft, die in politischen Kreisen in Washington bereits diskutiert werden.
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Warum es wichtig ist: Agentenrennen verschärft sich
Die Reaktionen aus der Community sind gespalten. Einige Entwickler sehen den Schritt als Bestätigung und als Weg, agentische Systeme in Mainstream-Produkten wie ChatGPT zu skalieren.
Andere befürchten, dass unternehmerische Verflechtungen die Community-First-Ethik verwässern könnten, die das virale Wachstum von Openclaw angetrieben hat. Mehrere Kommentatoren verwendeten den Begriff „Closedclaw“.
Die Entwicklungen deuten auf eine breitere strategische Verschiebung in der KI hin, bei der der Wettbewerb sich von Modell-Benchmarks hin zu Distribution, Ökosystemkontrolle und der Frage verlagert hat, wem die Automatisierungsschicht für den digitalen Alltag gehört. OpenAI setzt auf Talentintegration, Moonshot auf Kosteneffizienz und reibungsloses Hosting, und die Openclaw-Stiftung positioniert sich dazwischen – offen, unabhängig und nun zentraler im Agenten-Diskurs als zuvor.
Wenn persönliche KI-Agenten zur nächsten Schnittstellenschicht werden, könnten die im Februar 2026 getroffenen Entscheidungen sich als Wendepunkt erweisen.
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