Palantir greift OpenAI und Anthropic wegen zweifelhaftem Wert von KI-Tokens an

Enterprise AI pricing comes under scrutiny after Alex Karp criticizes OpenAI and Anthropic token models (Image: Shutterstock)
Enterprise AI pricing comes under scrutiny after Alex Karp criticizes OpenAI and Anthropic token models (Image: Shutterstock)

Palantir Technologies-Chef Alex Karp wirft OpenAI und Anthropic vor, tokenbasierte KI-Dienste zu überteuerten Konditionen zu verkaufen, die für Großunternehmen oft nur geringen, messbaren Mehrwert erzeugen.

Zentrale Punkte:

  • Karp kritisiert, Unternehmen zahlten für KI-Tokens, ohne Resultate zu erhalten, die die Ausgaben rechtfertigen.
  • Zudem warnt er, Anbieter könnten sich Zugang zu vertraulichem Know-how und wettbewerbskritischen Informationen ihrer Kunden verschaffen.
  • Die Aussagen spiegeln eine breitere Debatte wider, ob sich KI-Preise an Nutzung oder an konkreten Geschäftsergebnissen orientieren sollen.

Preisgestaltung für KI-Tokens

Karp äußerte sich in einem CNBC-Interview, in dem er das Geschäftsmodell kritisierte, Unternehmen auf Basis der verarbeiteten Token-Anzahl eines KI-Modells abzurechnen. In dem Gespräch stellte er das zugrunde liegende ökonomische Modell grundsätzlich infrage.

„Warum berechnen sie Tokens, wenn es doch angeblich so wertvoll ist?“, sagte Karp und argumentierte, Anbieter sollten stattdessen einen Anteil an dem Wert erhalten, den ihre Systeme für Kunden tatsächlich generieren.

Gleichzeitig warnte er, dass Unternehmen ihr proprietäres Wissen preisgeben, sobald sie interne Daten und Prozesse an externe Modelle anbinden. Viele Firmen seien zunehmend frustriert, nachdem sie hohe Summen in KI-Tools investiert hätten, ohne entsprechende Produktivitätsgewinne zu sehen.

Die Kritik stützt unmittelbar Palantirs eigene Marktposition: Das Unternehmen verkauft Software, die Modelle, Daten und operative Systeme in abgeschotteten, kontrollierten Umgebungen zusammenführt.

Gleichwohl greifen Karps Aussagen eine weiter verbreitete Sorge in Vorstandsetagen auf – über steigende Kosten, Daten-Governance und bislang enttäuschende Renditen aus frühen KI-Einführungen.

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Rendite von KI im Unternehmensumfeld

Karp richtet den Fokus auf die Lücke zwischen technischer Output-Menge und betriebswirtschaftlichem Ergebnis. Token-basierte Abrechnung misst nur, wie viel Text oder Daten ein Modell verarbeitet – nicht aber, ob dies Umsätze erhöht, Kosten senkt oder Entscheidungen verbessert.

Diese Unterscheidung gewinnt an Bedeutung, da Unternehmenskunden selektiver werden.

Sam Altman räumt ein, dass KI-Ausgaben und Effizienz inzwischen zentrale Themen für Vorstände sind. Parallel testen Unternehmen günstigere Modelle und verteilen Workloads zunehmend auf mehrere Anbieter.

Karp schlägt eine erfolgsbasierte Vergütung vor, bei der ein KI-Anbieter an messbare Verbesserungen gekoppelt bezahlt wird. Dieses Modell könnte Ausgaben für wenig produktive Nutzung eindämmen, setzt aber voraus, dass sich Unternehmen und Anbieter auf eine belastbare Methode zur Wertmessung einigen.

Der Konflikt folgt auf Jahre rascher KI-Einführung in Konzernen, getragen von der Erwartung, dass generische Modelle Routinearbeit grundlegend verändern würden. Mit dem Ausreifen von Pilotprojekten verschiebt sich der Fokus nun von reiner Modellleistung hin zu Datenhoheit, Sicherheit und nachweisbaren finanziellen Ergebnissen.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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