Polymarket-Händler sehen inzwischen eine 91-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass „Spider-Man: Brand New Day“ am Startwochenende in Nordamerika die Marke von 280 Millionen Dollar knackt – deutlich über den Studio-Erwartungen.
Kernpunkte:
- Händler taxieren eine 91%ige Chance auf ein US-Startwochenende über 280 Mio. Dollar und 36 % Wahrscheinlichkeit für mehr als 350 Mio. Dollar.
- Sony selbst kalkuliert mit rund 195 Mio. Dollar, unabhängige Analysten lagen bislang zwischen 230 Mio. und 274 Mio. Dollar.
- Die Previews am Donnerstag erzielten über 50 Mio. Dollar – das drittbeste Ergebnis aller Zeiten in den USA und Kanada.
Polymarket-Quoten überholen Sony-Prognosen
Der entsprechende Kontrakt wurde am Freitagmorgen mit 91 % gehandelt, nach etwa 86 % am Vortag. Auslöser war eine Vorpremieren-Nacht, die sämtliche Schätzungen von Studios und Analysten deutlich übertraf. Ein ergänzender Markt für höhere Umsatzspannen preist ein Startwochenende oberhalb von 350 Millionen Dollar inzwischen mit 36 % ein – ein Niveau, das jeden bisherigen US-Start in den Schatten stellen würde. Seit Handelsbeginn am 24. Juli wurden dort rund 60.800 Dollar umgesetzt.
Sony und Marvel Studios gaben sich in der gesamten Marketingphase zurückhaltend: Das Studio rechnet intern mit etwa 195 Millionen Dollar in Nordamerika und einem weltweiten Auftakt von rund 465 Millionen Dollar über alle Märkte hinweg. Unabhängige Analysten bewegten sich von Beginn an höher, in einer Spanne von 230 bis 274 Millionen Dollar – einige von ihnen hoben ihre Schätzungen in der Schlusswoche nochmals an, als die Vorverkaufsdaten weiter anzogen.
Angesichts der jüngsten Zahlen wirken all diese Prognosen inzwischen defensiv.
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Rekord-Previews treiben Wetten auf Spider-Man
Die Vorführungen am Donnerstagabend übersprangen die Marke von 50 Millionen Dollar – das drittbeste Preview-Ergebnis in den USA und Kanada überhaupt und der stärkste Auftaktabend in der Geschichte von Sony. Gleichzeitig fielen damit auch die bisherigen Post‑Pandemie-Bestmarken (38,5 Millionen Dollar). Die Vorverkaufsumsätze kletterten auf rund 80 Millionen Dollar – bei einem gemeldeten Netto-Produktionsbudget von 225 Millionen Dollar ein Polster, das nur wenige Großproduktionen schon vor dem ersten regulären Freitag erreichen.
Regisseur Destin Daniel Cretton’s Fortsetzung belegt rund 49 % aller Vorführzeiten am Wochenende in etwa 4.300 nordamerikanischen Kinos – mehr als doppelt so viel wie The Odyssey bei seinem Start vor zwei Wochen. Das Publikum vergab eine Zustimmungsrate von 98 %, den höchsten Wert aller neun Realfilm-Abenteuer des Netzschwingers, Kritiker liegen bei 90 %.
Endgame-Startrekord rückt in Reichweite
Bisher haben nur neun Filme an einem einzigen Wochenende in Nordamerika die Marke von 200 Millionen Dollar übersprungen.
In den Rekordlisten führt „Avengers: Endgame“ mit 357,1 Millionen Dollar (2019), gefolgt von „Spider-Man: No Way Home“ mit 260,1 Millionen Dollar und „Avengers: Infinity War“ mit 257 Millionen Dollar.
Ein Start bei 280 Millionen Dollar würde Tom Holland und Zendaya sofort auf Rang zwei der ewigen Bestenliste katapultieren.
Die Händler setzen den Sommer über verstärkt auf starke Kinostarts, weil die hausinternen Studio-Prognosen den tatsächlichen Verlauf nach Vorverkaufsbeginn immer wieder unterschätzen – ein Muster, das sich bei mehreren Blockbustern dieser Saison beobachten ließ.
So eröffnete The Odyssey in diesem Monat mit mehr als 120 Millionen Dollar gegenüber Prognosen nahe 100 Millionen, überschritt binnen zwei Wochen die 300-Millionen-Marke in Nordamerika und hob damit die Messlatte für den restlichen Sommer deutlich an.
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