Händler auf Polymarket und Kalshi bewerteten den Fliegengewichtskampf Steve Erceg gegen Ramazan Temirov am Samstag mit 52 zu 48 Cent – das engste Marktverhältnis auf der UFC-Fightcard in Abu Dhabi.
Wichtigste Punkte:
- Erceg und Temirov eröffneten auf beiden Plattformen nahezu pari – enger als jeder andere Kampf der Abu-Dhabi-Hauptkarte.
- Polymarket hält seit November 2025 exklusive Rechte als Prognosemarkt-Partner der UFC, während Kalshi dieselben Kämpfe ohne formelle Kooperation listet.
- Ein US-Regulierungsentwurf soll Wetten auf Kampfausgänge offiziell zulassen; die öffentliche Konsultation endet am 27. Juli.
Erceg–Temirov-Quoten trennen Kalshi und Polymarket nur um Centbeträge
Der Co-Main-Event steht direkt unter dem Halbschwergewichts-Headliner in der Etihad Arena, auf einer Paramount+-Übertragung, deren Vorkämpfe um 9 Uhr US-Ostküstenzeit starteten.
Beide Plattformen bepreisten Temirov zwischen 52 und 53 Cent, während Erceg bei 48 bis 49 Cent lag. Kein anderer der sechs Kämpfe der Main Card wurde so knapp gehandelt.
Erceg, ehemaliger Titelherausforderer und Nummer 10 im Fliegengewicht, reist mit zwei Punktsiegen in Folge an, nachdem er zuvor drei Kämpfe in Serie verloren hatte – beginnend mit der Niederlage gegen Alexandre Pantoja. Temirov kehrt ungerankt, aber mit einer Siegesserie von elf Kämpfen zurück, nachdem er rund ein Jahr wegen einer Sperre nach einem positiven Dopingtest pausieren musste.
Auch die klassischen Buchmacher sehen ein völlig offenes Duell und notieren beide Kämpfer bei -110.
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Polymarket-UFC-Partnerschaft treibt MMA-Berichterstattung voran
TKO Group Holdings ernannte Polymarket im November 2025 zum exklusiven Prognosemarkt-Partner der UFC und von Zuffa Boxing – ein Novum im Profisport. Kern des Deals ist eine Live-„Fan Prediction Scoreboard“-Einblendung in den Übertragungen, die die Siegwahrscheinlichkeit in Echtzeit über die Runden hinweg abbildet. Kalshi verfügt über keine vergleichbare Partnerschaft, bietet aber ähnlich liquide Märkte auf dieselben Kämpfe an.
Erceg sagte am Media Day, er wolle sich dauerhaft als Headliner etablieren; der Fight gegen Temirov sei für ihn ein weiterer Schritt Richtung Titel. Temirov beschrieb er als harten, unberechenbaren Striker mit täuschender Beinarbeit – er erwarte ein taktisches Rätsel, keinen schnellen Knock-out.
CFTC-Regeln entscheiden über Wachstum der Prognosemärkte
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) schlug im Juni vor, Event-Kontrakte auf Sportergebnisse ausdrücklich zu erlauben – darunter klassische Sieg-Niederlage-Märkte oder das Weiterkommen in Turnieren.
Kontrakte auf einzelne Spielzüge, Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen oder High-School-Sport blieben hingegen verboten. Die öffentliche Kommentierungsfrist endet am 27. Juli, also zwei Tage nach der Veranstaltung in Abu Dhabi.
Dem Entwurf ging eine Phase voraus, in der die Behörde Prognosemärkte auf Basis von Derivateregeln beaufsichtigte, die ursprünglich nie für diese Produkte gedacht waren.
Das gehandelte Volumen auf registrierten Plattformen überschritt 2025 die Marke von 25 Milliarden US-Dollar. Im Februar hatte die Kommission einen früheren Plan, Sportkontrakte komplett zu verbieten, zurückgezogen – nachdem Bundesstaaten und Plattformen monatelang dagegen vor Gericht gezogen waren.
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