Die Regierung Trump hat sich im eskalierenden regulatorischen Konflikt zwischen Bund und US-Bundesstaaten hinter prediction market operators Kalshi and Polymarket gestellt. Der Streit verschärfte sich deutlich, nachdem Nevada eine Zivilklage eingereicht hatte, um sportbezogene Ereigniskontrakte zu blockieren, während die Commodity Futures Trading Commission argumentierte, dass Bundesstaaten bundesrechtlich regulierte Derivate nicht als illegales Glücksspiel umklassifizieren dürfen.
Was passiert ist: Nevada verklagt Kalshi
Das US-Berufungsgericht für den neunten Bezirk (U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit) wies Kalshis Antrag zurück, Vollstreckungsmaßnahmen der Aufsichtsbehörden in Nevada auszusetzen. Wenige Stunden später reichte das Nevada Gaming Control Board eine Zivilklage ein, um zu verhindern, dass die Plattform Einwohnern des Bundesstaates sportbezogene Ereigniskontrakte anbietet.
Die Regulierer in Nevada argumentieren, dass Kalshis Ereigniskontrakte, mit denen Nutzer auf Ergebnisse wie Sportresultate handeln können, wie traditionelle Sportwetten funktionieren und daher eine staatliche Glücksspiel-Lizenz erfordern. Die Klage zielt auf eine einstweilige Verfügung ab, die Kalshi zwingen könnte, den lokalen Betrieb während des laufenden Verfahrens einzustellen.
Kalshi widerspricht dem und beharrt darauf, dass seine Kontrakte Finanzderivate und keine Wetten sind. Das Unternehmen betreibt eine bundesrechtlich regulierte Börse und hat beantragt, den Fall an ein Bundesgericht zu verweisen, da die Bundesaufsicht das Landesrecht verdränge.
Die CFTC unter Vorsitz von Michael Selig reichte eine Amicus-Schrift ein, die die Bundesgerichtsbarkeit unterstützt. Die Position der Trump-Regierung spiegelt einen breiteren politischen Kurswechsel hin zu einer Einordnung von Prognosemärkten als Teil des Finanzsystems statt der Glücksspielbranche wider.
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Warum es wichtig ist: Regulatorischer Präzedenzfall
Bundesbeamte argumentieren, dass ein Verbot durch einzelne Bundesstaaten die Regulierung zersplittern und die nationalen Derivatemärkte schwächen könnte. Prognoseplattformen ermöglichen Teilnehmern den Kauf von Kontrakten zu Preisen zwischen einem und 99 Cent, die auf der Wahrscheinlichkeit realer Ereignisse basieren; sportbezogene Kontrakte machen dabei den Großteil des Handelsvolumens aus.
Der Rechtsstreit wird vor mehreren Gerichten ausgetragen und könnte bestimmen, wer Prognosemärkte landesweit reguliert.
Bundesstaaten wie Massachusetts und Tennessee haben Klagen oder Unterlassungsanordnungen erlassen, während Betreiber weiter auf bundesrechtlichen Schutz pochen.
Das Vorgehen Nevadas erhöht den unmittelbaren Druck auf Kalshi, auch wenn Rechtsmittel – einschließlich eines möglichen Eilantrags an den Obersten Gerichtshof der USA – weiterhin möglich sind.
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